NL: schon 2002 ausgelaufen. Ost-EU: zukunftsweisend. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 06.04.2021, 15:25 (vor 69 Tagen) @ SH-Sprinter

Hallo SH-Sprinter,

...der EC wird bei den Bahngesellschaften eher wie ein ungeliebtes Kind behandelt.

Hier in NL fuhr der letzte EC 2002. Das war der EC 2/3 "Berner Oberland" Amsterdam-Interlaken v.v. Sogar mit Panoramawagen dran.
Besagter EC wurde dann auf ICE International Amsterdam-Basel v.v. umgestellt.
Zuvor waren die EC Amsterdam-Köln-usw. auf ICE International Amsterdam-Frankfurt umgestellt.
In den 1990ern wurde der EC Amsterdam-Paris auf Thalys umgestellt.
Thalys ist sozusagen der EC 2.0 für Frankreich Richtung Norden.
Amsterdam-Berlin v.v. ist s.i.w. niemals ein EC gewesen.

In Osteuropa (PL/CZ/HU/RO/BG usw.) ist der EC eher zukunftsweisend.
Echter HGV wie in FR/ES/IT lohnt sich dort wegen der geringen Bevölkerungsdichte nicht.
Dafür ist internationale Anbindung wichtig, also macht man das mit 200 km/h Reisezugwagen (besagte vmax dann in DE/AT/CH, in Osteuropa sind bestenfalls 160 km/h drin).

Gleichzeitig stellte die DB alle EC ein, bzw. wandelte sie in ICE-Verbindungen um. Jetzt würde mich mal Eure Meinung zu dem Konzept EC interessieren. Überholt, oder Aktuell?

Als der EC startete, gab es noch die Berliner Mauer und den eisernen Vorhang. Und echter HGV gab es nur in Frankreich (die ECs zwischen FR-CH wurden mit TGV-Garnituren gefahren).
Als Konzept war der EC auch gut gelungen. Ganz (West-)Europa in 2h-Takt. Das beste von TEE (Qualität) und IC (Takt, zweiklassig) zusammen.

Inzwischen setzt man vor allem in Westeuropa vermehrt auf HGV-Produkte: Thalys, eurostar, ICE International. Angeblich ist EC-Qualität nicht mehr Qualität genug (vor allem in Bereich Geschwindigkeit). Nichtdestotrotz hat es noch keinen "EC 2.0" gegeben. Also ein eindeutiges HGV-Produkt, das europaweit einsetzbar wäre. Mit dem neuen Ansatz "TEE 2.0" versucht man es mit einer Mischung von TGV Duplex und Velaro EU in jeweils Viersystemfassung.

Ich finde, das Konzept EC sollte man beibehalten. Also dass man, je nach Bevölkerungsdichte, in 2h-, 1h- oder 30-Min.-Takt von Grossstadt zu Grossstadt kommt, egal ob da eine Staatsgrenze dazwischen ist oder doch nicht. Wie der Zug aussieht oder heisst, finde ich weniger wichtig (obwohl ich als ICE-Fan "ICE International" als europaweite DB-Premiummarke gerne mag).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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