Apropos SWT/QDL überlasten NV-Züge (Allgemeines Forum)

worfie, Samstag, 06.12.2014, 06:45 (vor 4140 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von worfie, Samstag, 06.12.2014, 06:48

Ich finde man sollte Fernreisende in Fernzüge lenken und nicht in den Regionalverkehr.

FV ist grundsätzlich teurer als NV (mit Recht).

Nicht zwangsläufig. Dieser bizarre Preiserhöhnungswahn in Deutschland hat doch schon ganze Arbeit geleistet. Es gibt inzwischen genug Strecken (oft -aber nicht nur- zwischen 100 und 250km), wo der NV schon teurer ist als der FV. Und als Dankeschön kriegt ein NV-Kunde mit seinem 46 Euro QDL-Ticket bei Problemen bestenfalls einen feuchten Händedruck im Gegensatz zum FV-Fahrgast mit einem 14,25 Euro Sparpreis.
Und wenn man dann noch Seiten wie http://www.bahn.de/regional/view/regionen/bayern/aktion/ehrlich_faehrt_am_laengsten.shtml mit seinen seltsamen Gängelungen findet, bekommt man fast den Eindruck, dass ein NV-Kunde von vorne herein unter Generalverdacht steht. Man könnte doch auch Länderticket-Kunden nur mitfahren lassen, wenn sie sich vor Fahrtantritt und nach Fahrtende telefonisch bei der Volks- oder Bundespolizei registrieren oder auf dem Ticket eine Stuhlprobe hinterlegen, damit auch wirklich der letzte Zweifel ausgeschlossen ist. (Sarkasmus-Tags dürfen nach belieben gesetzt werden)

Aber zurück zum Thema. Dann würde ich es schon eine Alternative finden, wenn man die Preisgestaltung des QDL-Ticket an das japanische Seishun18-Ticket anlehnt: Ein Coupon-Heft mit 5 Stempelfeldern für 85 Euro, mit dem man alleine an fünf verschiedenen Tagen fahren kann, oder mit 5 Personen an einem Tag oder eine Mischung daraus. Dafür darf man einen Zug ohne DNA-Probe betreten und kann das Ticket auch ohne Gefängnisstrafe weitergeben, sofern man nicht alle Fahrten alleine nutzen kann.

Gut, das Seishun-18 Ticket ist auf bestimmte Jahreszeiten begrenzt, wohingegen die deutschen Tickets durch diese (aufgrund der ganzen Preiserhöhungen mittlerweile bizarre) 9-Uhr-Regelung permanent nur beschränkt nutzbar sind. Und vermutlich würde ein Ticket, dass man für 85 Euro jetzt einführt, in 10 Jahren dann auch schon 150 Euro kosten.


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