mal etwas differenzierter angegangen (Allgemeines Forum)

gnampf, Donnerstag, 04.12.2014, 10:58 (vor 4141 Tagen) @ funthomas

Das Hauptproblem ist, das zu den nachfragestärksten Zeiten (Do abend, Freitag nachmittag/Abend, Sonntag nachmittag Abend, sowie auf diversen gut ausgelastete Linien Kunden sitzen, die entweder dafür wenig (BC50) oder sehr wenig (BC100) bezahlen.

Ein BC100-Kunde wird dir sicher was anderes erzaehlen, und es nicht so empfinden, als ob sie ihn sehr wenig gekostet haette ;-) Andernfalls waere die Verbreitung wohl auch deutlich hoeher.
Die Frage waere, was bleibt an Verkehr uebrig, wenn du diese Nutzer raus ziehst? Ist der Zug dann ueberhaupt noch ansatzweise ausgelastet? Die Abschaffung der BC100/BC50 heisst ja nicht, dass die bisherigen Kunden weiterhin mit dem Zug fahren, aber mehr dafuer zahlen. Sie heisst auch nicht, dass die Kunden auf einen anderen Zug ausweichen... das wird vielfach gar nicht gehen. Sondern sie wird vielfach heissen, dass diese Kunden der Bahn den Ruecken zudrehen, und somit teils fast 7000 Euro gesicherte Einnahmen weg sind.

Es müssen somit besser zahlende Kunden stehen gelassen werden, weil Wenigzahler unterwegs sind.

wer stehen bleibt entscheidet nicht der Ticketpreis, sondern ob man eine Reservierung hat. Nachdem in der 1. Klasse bei den normalen Tickets dann demnaechst selbige zwangsweise dabei ist bleiben eher die BC100-Nutzer stehen, bis sie sich das nicht mehr gefallen lassen und der Bahn den Ruecken zudrehen.
Man sollte das ganze ja nicht einfach auf den einzelnen Zug beziehen, sondern auf den Jahresumsatz. Und da wird wohl der BC100-Kunde mehr generieren als diejenigen, die gerade ein teures Ticket gekauft haben... ansonsten haetten die naemlich auch eine BC100,

Mit Sparpreisen bekommt man offensichtlich die Kundenlenkung nicht wunschgemäß geregelt.
Zusätzlich Ärgerpotential der BC50 Kunden, die Sparpreise nicht vergünstigt bekommen (wie die BC25 Kunden)

Warum BC50-Kunden keinen Rabatt auf Sparpreise erhalten wird sicher keiner wirklich verstehen. Das die Kundenlenkung nicht funktioniert moechte ich aber nicht einfach so behaupten, ohne derartige Massnahmen wuerden sicher noch weit mehr vor den ueberfuellten Zuglaeufen stehen, waehrend andere ganz leer rumgurken. Nur kann eben nicht jeder mal einfach schon Freitag vormittags Feierabend machen und ins Wochenende starten.

Ich bin auch dafür das grundsätzlich zu ändern. Es ist ja auch merkwürdig, das es ein 50% Kundenkarte nur bei der Bahn gibt. Wie cool wäre die AldiCard50, oder die BMW-Card50. Kein Mensch kommt auf die Idee.

Schlechter Vergleich. Bei Aldi kaufst du Waren, keine Dienstleistung. Waren kannst du problemlos weiter verkaufen, ohne dass der neue Kaeufer einen Rabattanspruch beim urspruenglichen Verkaeufer haben muss. Du koenntest also bei ALdi 50% reduziert einkaufen, und verkaufst es vor dem Laden an Gelegenheitskaeufer fuer 75% weiter. Bei Dienstleistungen wie von der Bahn klappt das nicht, hier muss derjenige, der die Dienstleistung in Anspruch nimmt, auch den Rabattanspruch nachweisen koennen, nicht der Kaeufer. Bei Waren waere so ein Modell in der Tat nicht umsetzbar, bei Dienstleistungen schon. Und da ist es ja auch normal, dass es z.B. zum 24 Monats-Tarif ploetzlich ein Handy dazu gibt, bei monatlicher Kuendigung jedoch nicht.


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