zur ermäßigten Bahncard und pendelnden Studenten (Allgemeines Forum)

ALR997, Donnerstag, 04.12.2014, 21:55 (vor 4141 Tagen) @ RhBDirk

Kann ich bestätigen. Gerade durch die inzwischen sehr hohen Wohnkosten in den Großstädten sind 400 Euro für ein WG Zimmer keine Seltenheit. Wenn man bedenkt, dass der Bafög Höchstsatz bei etwa 590 Euro liegt, bleibt da wirklich nicht mehr viel, selbst mit Nebenjob. Da nicht jeder die großen Möglichkeiten des DB-Buchungssystems inklusive ecoupons usw kennt, werden dann eben andere Alternativen genommen. Es ist also nicht unbedingt die Billig-Mentalität. Sonderangebote, wie dieses 4-Fahrten-Ticket für 89 Euro aus diesem Jahr haben kaum die Chance, bei den Studierenden bekannt zu werden, gerade weil ja an jeder Ecke Werbung zu finden ist. Mein Vorschlag wäre ja, der Personengruppe 15-18 Jahre (und Studierende bis 26 Jahre) 25 Prozent Rabatt zu gewähren, ähnlich wie Kindern 50 Prozent Rabatt gewährt wird. Übrigens: Diejenigen, die ein Semester-NRW-Ticket haben, fahren durchaus öfter mit der Bahn.


Für bis 18jährige gibts die Jugend BahnCard
http://www.bahn.de/p/view/bahncard/ueberblick/jugendbahncard25.shtml?dbkanal_007=L01_S0...

Die Jugend BahnCard (die ich ja auch noch besitze) ist eigentlich ein perfektes Angebot. Das Problem ist: mit 18 geht man in der Regel noch zur Schule. Ich persönlich habe den Vorteil, dass ich die Karte noch wenigstens ein Jahr nutzen kann.

Für Studenten bis 26 rabattierte BahnCards - zumindest 25er und 50er

Mal ne Frage: sind die Preise (z.B. ermäßigte BC25 41€) pro MONAT oder pro JAHR ?
Ich denke mir, einerseits wäre es logisch, dass die Preise pro Jahr sind, andererseits steht absolut nirgendwo, in welchem Rhythmus die Zahlung fällig wird. Kann da jemand nachhelfen?

Ich finde dieses Angebot wirklich gut - wenn ich mir die Preise so anschaue sind 127€ im Jahr (erm. BC50/2. Klasse) selbst für ganz arme Studenten noch erschwinglich.

Eine ermäßigte BC110 wäre natürlich auch schön, dafür gäbe es seitens der Bahn aber vermutlich keinen Anreiz.

Was die Verkehrsmittelwahl angeht:
Meine bisherige Erfahrung ist folgende: Wer ein Auto hat, der nutzt dieses in der Regel - egal ob er weite oder kurze Strecken zwischen Hochschulstandort und Wohnort zurücklegen muss. Wer das nicht hat, der sucht sich die Kombination aus "möglichst günstig - möglichst schnell - möglichst einfach". Wer zum Beispiel von Berlin nach Heilbronn will hat folgende Möglichkeiten:
Beispiel: Freitag, 9. Jänner 2015, ab ca. 15 Uhr (möglicherweise zum Vorlesungsende)

Bahn (Normalpreis/NP BC25/günstigster Sparpreis/SP BC25):
Verbindung 1: 2 Umstiege, Fahrzeit: 5:33 h, Preis: 139€/104,25€/111€/83,25€
Verbindung 2: 1 Umstieg, Fahrzeit: 6:27 h, Preis: 129€/96,75€/40,50€; (bei Ankunft vor Mitternacht schon 71€)/33-53€

Bus
Verbindung 3 (Ausstieg in Neckarsulm): 16:30 -> 23:20, 22€
Verbindung 4: 23:00 -> 13:25, Umstieg in Köln (07:00 -> 08:15), 29€
Verbindung 5 (Ausstieg in Neckarsulm): 21:45 -> 05:25, 29,50€

Egal, wie man es dreht und wendet, der Bus ist die schnellste Variante für den gesuchten Tag (ich glaube viel mehr als einen Monat vor Fahrtantritt wird man noch nicht unbedingt die Planungssicherheit haben, wann genau man nach Hause fährt - zumindest geht es vielen Leuten in meinem Umfeld so).

In diesem Fall sieht es so aus:
Top 3 "möglichst günstig": Verbindung 3/Verbindung 4/Verbindung 5
Top 3 "möglichst schnell": Verbindung 1/Verbindung 2/Verbindung 3
Top 3 "möglichst einfach": Verbindung 3/Verbindung 5/Verbindung 2

Möglichst einfach definiere ich in dem Fall als "Umstiegsfrei" oder "so wenige Umstiege wie möglich".

Selbst wenn die günstigste Zugverbindung nur rund 4 Euro teurer ist, als die teuerste Busverbindung, so hat sie das große Manko, dass man erst um etwa 00:40 Heilbronn erreicht. Und wenn man zu einer halbwegs angemessenen Zeit ankommen möchte (etwa 23:00) ist es schon fast der doppelte Preis.

Insofern kann ich die Wahl vieler Studenten auf längeren Strecken, den Fernbus zu nehmen schon nachvollziehen. Im Bus habe ich einen gesicherten Sitzplatz - im Zug muss ich dafür noch knapp 5 Euro zuzahlen. Im Bus habe ich W-Lan - im Zug oft nichtmal mobiles Netz.

Allerdings ist es auch, soweit ich das mitbekomme, üblich, die Preise zu vergleichen oder Mitfahrgelegenheiten zu nutzen. Ein Kommilitone ist tatsächlich vor kurzem nach Hause geflogen - wohl eine einmalige Gelegenheit... ;-)


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