Vorzüge (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 18:24 (vor 4141 Tagen) @ TheFons
bearbeitet von moonglum, Donnerstag, 04.12.2014, 18:25

Die gute alte Zeit:
Ich habe mal einen Vorauszug nach Oberstdorf erwischt, 2. X-Mas-Tag, Vorzug zum damaligen IC via Köln.
Das war eine komplette IC-Garnitur, die anscheinend feiertagsbedingt "übrig" war - das waren noch Zeiten.

Der Voraus-IC für den Nymphemburg hatte in jener Zeit sogar einen bewirtschafteten Speisewagen
(ich erinnere mich, dass man von München die Garnitur des "Herkules" nach Dortmund fahren liess).

Aber mal zum Ernst des Themas:
Es wurde doch eindeutig mit dem Bestellen von Triebzügen manifestiert, dass man nicht mal eben "Wagen" dranhängen kann.
Dann wurden ausserdem so wenige Triebzugeinheiten bestellt, dass man auch nicht mal eben Vorauszüge fahren kann.
Dann musste die Werkstattbesuchsfrequenz nach dem Achsbruchthema verkürzt werden, wodurch noch mehr Knappheit entstanden ist.

Reine Wagenzüge sind da von absolutem Vorteil gewesen:
Meine Damen und Herren!
Bei unserem nächsten Halt in Nürnberg werden am Zugschluss weitere drei Wagen beigestellt....
Und das waren dann durchweg Am203 mit Aufkleber "2.Klasse"
Lang ist es her.

Was ich damit nur sagen will, ohne diese Konzepte grundsätzlich zu diskutieren:
Moderne Überfüllung ist die Folge aus Entscheidungen, die bezüglich der Abwicklung in Spitzenbelegungszeiten nicht sehr realitätsnah gewesen sind, auch wenn mit Sicherheit hier wieder User anders argumentieren werden.

Wer am Freitag Nachmittag in Washington steht und nach DE will, der hat die Wahl: 4 Jumbos fliegen kurz nacheinander.
Lufthansa, Delta-Airlines, Singapore Airlines, noch mal Lufthansa.... So gut kann man den FLugverkehr inzwischen vorbereiten.

Die DB schafft es aber nicht einmal , einfach einen zweiten Zug z.B. von Hamburg bis Köln fahren zu lassen, und zusätzlich fehlen dann ggf. dem 2307 noch die Wagen X, Y und Z. Angehängt wird da i.d.R. gar nichts.

Es wird also übervoll! Nun kann man daraus weitere Probleme ableiten wie: Der Sparpreiskunde oder Bahncardkunde klaut dem Normalbezahler den Sitzplatz in Zügen MIT ZU WENIG PLATZ ....

Und genau darum geht es: Die Probleme, die hier heute diskutiert werden und die dieses Thema haben, sind nur möglich, weil einfach ZU WENIG RESSOURCEN geboten werden, und das ist Sache der Planung. Und nun wird diese Unzulänglichkeit benutzt, um weitere Entscheidungen zur Lenkung der Reisenden auszudenken?

Jedes Kind mit etwas Kenntnissen von Orten und Uhrzeiten, vor Allem mit Zugriff auf Statistiken, weiss sehr schnell, welche Züge VOLL sein werden. Kommt dann noch eine Messe hinzu, dann wird es noch voller. Usw.
Aber was ist, wenn die Platzressourcen gar nicht vorhanden sind bzw. geboten werden können?
Muss man dann deswegen Rabatte einschränken, um zu garantieren, dass "Normalpreiskunden" einen bevorzugten Platz bekommen können?

Es wird mit solchen Überlegungen immer schwieriger.....

Dazu trägt derzeit übrigens auch nicht bei, dass sich Velaros nicht mit ICE3 kuppeln lassen und Velaros der ersten Baureihe nicht mit jenen kuppeln lassen, die jetzt geliefert werden und einen roten Punkt tragen. Wie immer sich das auch entwickelt und vll. zukünftig mal zusammenpasst, es ist wiederum recht unflexibel.

Wenn es dann Weihnachten voraussichtlich DICHT werden sollte, dann hängt die SBB (zumindest tat sie das bisher) an den EC8 Wagen an, damit der EC9 am Folgetag Platz bieten kann. Kurz vor Weihnachten 2012 oder 2013 fuhr er mit 10 B-Wagen.... so einfach konnte das sein...

Im 2307 oder 2024 fehlen dann eher Wagen - aus technischen Gründen.

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV


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