Schweiz: ICE ins Tessin, Neigezüge nach Frankfurt! (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 22.01.2011, 17:55 (vor 5559 Tagen) @ Alphorn (CH)

Vmax 250 höre ich auch zum ersten Mal. Nun, mit den bisher einzigen Hochgeschwindigkeits-Neigezügen (ETR 610) sind die Erfahrungen ja durchwachsen; sie wurden sehr spät fertig und waren deutlich zu schwer... hoffentlich gelingt der nächste Versuch besser.

Auf die ETR 610 hätten die SBB noch Optionen, man will diese aber offensichtlich nicht einlösen.

In jedem Abschnitt lässt Du eine neue Bombe platzen :) Hervorraged, davon profitieren alle.

In allen meinen Beiträgen werde ich das sicher nicht hinbekommen, aber ich werde mich bemühen :) .

Zum Monster: Mit 3.75 MW pro 100 m Zug ist das schon ein Monster, eine 400 Meter lange Twindexx-Garnitur wird dann 15 Megawatt Leistung haben.


Nicht ganz so viel wie der Stadler KISS, aber heute werden ja die 300-Meter-Züge mit 6.1 MW gefahren...

Das Konkurrenzprojekt mit dem Stadler gegen den Twindexx antrat hätte auf 200m 9 MW gehabt, bei Bombardier witzelte man, dass Stadler damit die eigene Ausfallrate kompensieren wolle, siehe FLIRT. Laut SBB-Angaben steht ein FLIRT nach zehn Stunden im Betrieb acht Stunden in der Werkstatt weil irgendwas im Antriebsstrang öfters mal kaputt geht.

Gab hier im Forum auch einige, die an 3h 15min zweifelten. Die Kreuzungsorte und -Zeiten geben das nicht her, egal wieviel Neigetechnik hat. Es wurden auch knapp 3h30 vermutet. Etwas erstaunlich finde ich, dass man für diese Strecke einen Doppelstöcker in Betracht zieht, momentan sind's Züge mit 7 Wagen; zudem wird ja dann öfter gefahren.

Die Twindexx nach München einzusetzen ist ja erst mal nur eine eine Option, damit man München mit Genf via Bern durchbinden kann. Ob ein Twindexx IC200m zwischen St. Gallen und München voll werden wird, weiss ich nicht, man braucht den Doppelstöcker ja primär für Zürich - Bern.
Andernfalls, wenn die Fahrgastzahlen zwischen Zürich und München weiterhin in dem Mass steigen, wie in den letzten fünf Jahren (und das ohne Ausbau), dann könnte man einen Twindexx IC200m durchaus voll bekommen. Die SBB sind sich derzeit schwer am überlegen, ab nächstem Fahrplanwechsel zwischen Zürich und München ein fünftes Zugpaar einzuführen.

Huch? Ich dachte, Zürich-Biel in unter 60 Minuten hätte man aufgegeben? Der Chestenbergtunnel ist ja nicht mehr Teil von ZEB und die Strecke wird ja schon von Neigezügen befahren, da wäre der Twindexx nicht schneller. Wie soll das zu schaffen sein?

Mit ZEB ist das so eine Sache, das sollte ursprünglich 5.4 Mia CHF kosten, dann hatte jemand die grandiose Idee, erstmal nur die kapazitätssteigernden Projekte im Wert von 2.7 Mia CHF zu realisieren. Bei den restlichen 2.7 Mia CHF sind die zu realisierenden Projekte noch nicht eindeutig definiert. Einige Projekte aus Bahn 2030 sollen noch in die ZEB wandern und andere aus der ZEB ins Projekt Bahn 2030, das übrigens auch den Titel ZEB 2 trägt.
Die Jurasüdfussstrecke wird weiterhin die Stammstrecke der ICN bleiben und wenn die ICN zwischen Aarau und Zürich mal die Neigetechnik ausfahren könnten, bräuchten die keinen Chestenbergtunnel. Derzeit sind halt nunmal die ICN zwischen Zürich und Aarau zwischen anderen Zügen ziemlich eingeschlossen.

Seh ich das richtig, dass all diese Beschleunigungen dann schon etwa 2017 kämen (ab dann steht WAKO zur Verfügung)? Das wäre viel, viel früher als erwartet. Dazu passt, dass die SBB grad eine Tunnelerweiterung für Doppelstöcker im Wallis ausgeschrieben haben (Gobet-Tunnel), das wäre dann also wohl auch eine Twindexx-Strecke.

Da die Infra-Anpassungen, die auch mit WAKO noch nötig sind, wohl erst 2030 kommen, wird auch Lausanne noch ziemlich lange auf den 00/30-Taktknoten warten dürfen. Zwischen Bern und Lausanne wird man erstmal lediglich die durch die bessere Beschleunigung entstehende Fahrzeitverkürzung von ca. fünf Minuten nutzen können, was aber nicht für den Taktknoten reicht.

Im Gegensatz zu Bern - Lausanne ist die Strecke Zürich - St. Gallen auf dem Abschnitt Winterthur - St. Gallen schon für bogenschnelles Fahren ausgerüstet, weshalb dem Taktknoten in St. Gallen ab 2015 nichts mehr im Weg steht.
Ab Dezember 2015 wird mithilfe der Durchmesserlinie und einer Überwerfung bei Effretikon St. Gallen mit ECN und ICN zum stündlichen Taktknoten, ab Dezember 2018 wird St. Gallen dann mithilfe der Ausbauten zwischen Zürich und Winterthur im Rahmen der vierten Teilergänzung S-Bahn Zürich mit den Twindexx zum halbstündlichen Taktknoten.

Es ist geplant, die Twindexx auch durchs Rhonetal einzusetzen, wenn genügend da sind. Das wird wohl erst, wie bei der Verbindung nach München, frühestens mit der Ablieferung der ersten Option von weiteren 53 Zügen möglich sein (2019 - 2024). Die ersten 59 Züge werden als IC St. Gallen - Genève-Aéroport, IC Romanshorn - Brig und IR Zürich - Luzern eingesetzt. Um die Twindexx warten zu können, wird bis 2013 in Zürich Herdern eine zusätzliche 400m lange Anlage für leichten bis schweren Unterhalt erstellt.

Kann es sein, dass Zürich-Genf dann in gleicher Weise schneller wird, sowohl über Bern, als auch über Biel?

Ja klar, das meinte ich ja. Via Bern oder Biel die gleichen Kantenzeiten.

Denn Biel-Genf geht ja an Lausanne vorbei. Wenn es bis Lausanne gleich schnell wäre, wäre man nach Genf über Biel um einiges schneller.

Zwischen Biel und Genf und zwischen Biel und Lausanne sind keine Fahrzeitverkürzungen geplant. Biel - Genf dauert heute 87 Minuten und Biel - Lausanne 59 Minuten. Als Kantenzeiten von knapp 60 beziehungsweise knapp 90 Minuten reicht das.


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