Schweiz: ICE ins Tessin, Neigezüge nach Frankfurt! (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Samstag, 22.01.2011, 15:44 (vor 5571 Tagen) @ Twindexx

Ich habe mal nachgeschaut: Die SBB wollen mit den ECN nach Frankfurt, Stuttgart und München fahren, was Deutschland betrifft. Für Frankfurt werden die vmax von mindestens 250 km/h benötigt und für die anderen Strecken die Neigetechnik, es macht wohl keinen Sinn, für jede Strecke eigenes Rollmaterial anzuschaffen.

Vmax 250 höre ich auch zum ersten Mal. Nun, mit den bisher einzigen Hochgeschwindigkeits-Neigezügen (ETR 610) sind die Erfahrungen ja durchwachsen; sie wurden sehr spät fertig und waren deutlich zu schwer... hoffentlich gelingt der nächste Versuch besser.

Der vermehrte Einsatz von SBB-Zügen nach Deutschland kommt in Zusamenhang mit der neuen Partnerschaft SBB/DB, im Gegenzug sollen ja auch ICE ins Tessin oder nach Graubünden fahren.

In jedem Abschnitt lässt Du eine neue Bombe platzen :) Hervorraged, davon profitieren alle.

Zum Monster: Mit 3.75 MW pro 100 m Zug ist das schon ein Monster, eine 400 Meter lange Twindexx-Garnitur wird dann 15 Megawatt Leistung haben.

Nicht ganz so viel wie der Stadler KISS, aber heute werden ja die 300-Meter-Züge mit 6.1 MW gefahren...

Zu bedenken ist aber noch, dass ursprünglich angegeben wurde, die Fahrzeit München - Zürich falle auf 3h 15min - heute wissen wir, sie fällt auf knapp 3h 30 min. [..]Hier hätte ich im Fahrplanbüro noch genauer nachfragen können, ich denke aber, dass liegt am schweizer Knotensystem und den Kreuzungsmöglichkeiten im Allgäu.

Gab hier im Forum auch einige, die an 3h 15min zweifelten. Die Kreuzungsorte und -Zeiten geben das nicht her, egal wieviel Neigetechnik hat. Es wurden auch knapp 3h30 vermutet. Etwas erstaunlich finde ich, dass man für diese Strecke einen Doppelstöcker in Betracht zieht, momentan sind's Züge mit 7 Wagen; zudem wird ja dann öfter gefahren.

Im Projekt ZEB ist neben den Infra-Anpassungen für Bern - Lausanne auch die Fahrzeitreduktion für Zürich - Biel (neu: 59 min statt 69 min), Basel - Biel (neu: 61 min statt 67 min) und Visp - Lausanne (neu: 83 min statt 92 min) enthalten. Das soll etwa zeitgleich geschehen, sodass die Fahrzeit Zürich - Lausanne via Bern oder Biel zeitgleich auf unter zwei Stunden fällt.

Huch? Ich dachte, Zürich-Biel in unter 60 Minuten hätte man aufgegeben? Der Chestenbergtunnel ist ja nicht mehr Teil von ZEB und die Strecke wird ja schon von Neigezügen befahren, da wäre der Twindexx nicht schneller. Wie soll das zu schaffen sein?

Seh ich das richtig, dass all diese Beschleunigungen dann schon etwa 2017 kämen (ab dann steht WAKO zur Verfügung)? Das wäre viel, viel früher als erwartet. Dazu passt, dass die SBB grad eine Tunnelerweiterung für Doppelstöcker im Wallis ausgeschrieben haben (Gobet-Tunnel), das wäre dann also wohl auch eine Twindexx-Strecke.


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