Fortsetzung (Allgemeines Forum)

sappiosa, Mittwoch, 09.06.2010, 12:46 (vor 5804 Tagen) @ sappiosa

Hey, es sollte noch weitergehen... nun, dann hier:

c) eher Contra, im Einzelfall zu entscheiden
Natürlich ist es schön, wenn eine HGV-Strecke nachts (wenn gerade kein HGV-Verkehr ist) Güterzügen offensteht.
Die Frage ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Eine Neubaustrecke mit einerseits weiten Kurven (wegen HGV) und andererseits geringen Steigungen (wegen Güterverkehr) wird eben rasch extrem aufwändig, sobald die Landschaft auch nur gewellt ist. Und der Nutzen wird leicht überschätzt:

Da würde Deutschland m.E. wirklich mehr Betuwerouten brauchen. Im Bereich Hamburg/Bremen-Hannover wurde schon des öfteren solch eine Strecke angeregt - statt der Y-Trasse, die nach Meinung vieler Ortskundiger die Kapazitäts-Probleme nur verschiebt.
Oder aber Ausbau, der dem HGV-Verkehr die Geschwindigkeit ermöglicht und zugleich dem Güterverkehr den nötigen Platz bringt, auch tagsüber - wie jetzt am Oberrhein.

Im übrigen denke ich: Das Wichtigste, was Deutschland an dieser Stelle braucht, ist erst einmal ein langfristiges, netzweites Konzept. Der Kardinalfehler des bisherigen deutschen HGV-Netzes ist es m.E., dass immer nur in Einzelprojekten gedacht und geplant wurde, anstatt wie die Schweiz mit Bahn2000 ein Ziel zu definieren und dann erst zu planen, was man braucht, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn es zu teuer wird, kann man immer noch das Ziel reduzieren.

Schöne Grüße
Daniel


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