Mitteldeutsche NBS Hannover/Erfurt - Frankfurt/Nürnberg (Allgemeines Forum)

naseweiß, Mittwoch, 09.06.2010, 10:33 (vor 5804 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Hallo Meinrad,
"Guter Diskussionsanstoss! Nehmen wir doch einmal die Ur-Rennstrecke Hannover-Wuerzburg. Es gibt da recht langsame Ortsdurchfahrten in Fulda, Kassel und Goettingen. Mit drei Tunneln liesse sich da das italienische Vorbild kopieren, ohne dass man die bisherige Infrastruktur entwerten wuerde.

Ich denke nicht, dass die Tunnel billig werden, gerade im Fall von Kassel wird es wohl besonders schwierig. Die andere Möglichkeit, ein eher oberirdischer Bypass, ergäbe wohl eine so großräumige Umfahrung, dass er einen neuen SFS Göttingen - Fulda gleich käme. Die Frage ist auch, ob isch an bestehenden Tunnel und Brücken überhaupt der Abzweig für einen Bypass, wobei die bisherige Strecke dann der abzweigende Strang werden sollte, überhaupt unter darstellbaren Kosten einrichten lassen? Einfach wird meiner Meinung nach nur ein Bypass Göttingen, der westlich parallel zur Autobahn an der Stadt vorbeiführen könnte. Alles in allem halte ich nichts davon, die alte SFS auf eine Schienenautobahn upzugraden. Man müsste nämlich immer noch die NBS Würzburg - Nürnberg inklusive Bypass Würzburg (auch wieder umständlich) nachbauen.

Stattdessen würde ich langfristig folgende Schienenautobahn vorschlagen: alte Nord-Süd-NBS bis Northeim - Bypass Göttingen - Raum Eschwege - Dreieck Gerstungen - Mitnutzung einer möglichen NBS-Erfurt-Frankfurt - Dreieck westlich Erfurt - Mitnutzung der Thüringerwaldubahn - ABS Ebensfeld-Fürth. Dadurch würde zwar die Nord-Süd-NBS bis auf den Abschnitt Göttingen-Hannover und IC-Verkehr zur Anbindung von Kassel, Fulda und Würzburg entvölkert, dafür aber der Bau von Würzburg-Nürnberg vermieden und die Thüringerwaldubahn besser genutzt. Es wären endlich ordentlich Fahrzeiten möglich, nämlich Hannover-Nürnberg in knapp 2 h. Komplimentiert würde das durch die Fahrzeiten Nürnberg-Erfurt in gut 1 h, ebenso Frankfurt-Erfurt, Frankfurt-Hannover (über das Dreieck Gerstungen) in kanpp 1,5 h. Frankfurt-Nürnberg auf der bestehenden Srecke dank Neigetechnik knapp 2 h. Leider wären die Fahrzeit Frankfurt/Nürnberg-Erfurt wohl nicht absolut ITF-konform, nämlich gut 1 h, eben etwas über 60 min. Erfurt erhielte eine gedehnten Knoten. Wie und welche IC-Linien die Strecke nutzen sollten, ist mir noch nicht ganz klar, es gibt einige Möglichkeiten, z.B. auch ganz neu Erfurt-Eisenach-Göttingen-Hannover. So würde ich auch die NBS Frankfurt-Erfurt nicht zwingend über Hanau/Fulda führen (südliche Vogelsbergunfahrung), sondern eher eine Führung entlang der A5 über Gießen/Alsfeld (nördliche Vogelsbergunfahrung) vorschlagen. Gießen könnte ein Ausschleifung erhalten, Alsfeld und Bebra/Hersfeld Bahnhöfe auf der grünen Wiese, Eisenach/Gotha eine einseitig Ausschleifung westlich Eisenachs, danach Altstrecke bis Erfurt.

Gruß, Naseweiß


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