Bahnromantik etwas in die Realität holen (Allgemeines Forum)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 09.08.2022, 11:59 (vor 55 Tagen) @ Paladin

Im Zug findet man selbst im Großraum in der Regel seine Ruhe.


Wenn die Züge gut ausgelastet sind, ist selbst im Großraum selten Ruhe.

Ich bin in gut ausgelastetem Zügen gereist und ich hab kein Problem gehabt…

Schilderungen á la „Jedes Mal gibt‘s schreiende Kinder, laute Telefonate und gröhlende Fußballfans“ können bedenkenlos ins Reich der Märchen verfrachtet werden.


Ne, eigentlich nicht. Das tritt alles nicht gleichzeitig auf, aber wenigstens eins davon kommt schon vor.

Wie oft jeweils? Ich hab alles davon auch schon erlebt, aber obwohl ich jede Woche reise, erlebe ich öfters auch nichts dergleichen, sondern einfach nur eine ganz normale Fahrt ohne dass mir irgendwas störendes in Erinnerung bleiben würde.

Musik hören am Kopfhörer geht auch super. Mach ich gerne mal, wobei ich ja die Freiheit nehmen kann, auch einfach mal abzuschalten oder aus dem Fenster zu schauen, ohne auf den Verkehr achten zu müssen.


Ja, auch das machen einige Mitfahrer gerne so laut, dass noch 4-8 Leute drum herum von der Musik aus den Kopfhörern belästigt werdne.

Meine Erfahrung ist, dass man solche Dinge, genauso wie die Ansagen, früher oder später ausblenden kann.

Im Fernverkehr kann ich mich stets auf mindestens ein verfügbares WC verlassen, welches ich während der Fahrt butzen kann.


1 verfügbares WC für einen 200-800 Fahrgäste Zug ist leider Gottes etwas wenig. Noch dazu lässt die Sauberkeit gerne mal zu wünschen übrig, oder es fehlt an Seife, Wasser, Klopapier ... (& das Klo wurde noch nicht gesperrt)

Und in der Raststätte erwartest du so viel mehr? Meist kriegst ein Sanifair, was in Punkto Hygiene oft gar nichts garantiert.

Essen und Trinken geht während der Fahrt auch.


Ja, wenn sich vorher eingedeckt wird. Damit kommen wir gern wieder zu dem Thema Geruchsbelästigung im Zug. Nicht jeder mag den Geruch von Döner, Currywurst & Co. - was viele halt am Bahnhof kaufen.

Erstaunlich, unsere Realität divergiert ja sehr stark, das ist das, was ich bei meinen häufigen Zugfahrten eher selten erlebe.

Und auf die Bordgastronomie kann und sollte man sich nicht verlassen.

Wo ich herkomme, hingegen schon.

„Caution hot“ Warnungen würde es weniger brauchen, würde man sein Heißgetränk im Zug konsumieren.


Äh, genau.

Definiere Bequem. Die Ironie ist, dass ich es im Auto vermutlich sehr bequem finden würde, da ich generell nicht zur Fraktion derer gehöre, die sich beim Autofahren stressen.


Beim Auto suchen sich die Leute das Gefährt mit Gestühl mit dem sie fahren aus. Da gibt es auch finanzielle Rahmenbedingungen, aber beim Zugfahren ist es definitiv nicht der Fall.

Und trotzdem ist der Komfort abseits der lauten Stimmen marginaler Randgruppen ziemlich akzeptabel in der Regel.

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)


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