Langsamfahrstelle-Dichte? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 18.02.2021, 17:07 (vor 13 Tagen) @ Chrispy
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 18.02.2021, 17:09

Hallo Chrispy,

Eine bessere Metrik für einen potenziell vernachlässigten Unterhalt könnte aber die Anzahl Langsamfahrstellen pro Gleiskilometer sein.

Bin ich mir nicht sicher.

Unser Netz hat relativ wenig Lafas (Langsamfahrstellen), aber für deutsche Begriffe ist unsere vmax von 130-140 km/h (auf Hauptachsen!) an sich schon eine Lafa. Erst recht für einen europaweiten Premiumzug namens ICE International... ;)

Zudem können Lafas nicht nur streckenbedingt (Schwachstellen im Gleisbett) sondern auch fahrplanbedingt sein (weil ein schneller Zug von einem langsameren Zug ausgebremst wird) oder sogar hausgemacht (weil Verkehrsleitung entscheidet dass ein langsamerer Zug trotzdem Vorfahrt hat).

Allerdings dürften Baustellen nicht negativ gewertet werden. Damit könnte man dann auch mit einem Vergleich die Aussagekraft der €/km überprüfen.

Da unser Netz am drittdichtesten befahren wird (nur CH und JP dichter) ist unser Netz auch wartungsintensiver. Prorail versucht nachts Reparaturen durchzuführen.
Aber manchmal sind Wochenendsperren ganzer Streckenteile notwendig. Inklusive SEV mit Bussen, mangels Umgehungsstrecken (wenn Utrecht-Den Bosch dicht ist, müsste ich ganz via Arnhem-Nijmegen oder via Rotterdam reisen, damit ich nach Eindhoven komme; dann ist ein SEV-Bus über die Autobahn schneller, erst recht wenn der Bus freie Busspuren benutzen und somit an Staus vorbeifahren darf).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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