Erstaunliche Antwort....? (Allgemeines Forum)

GUM, Sonntag, 14.02.2021, 18:18 (vor 21 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von GUM, Sonntag, 14.02.2021, 18:20

Hallo.

Die Eurobahn stellt den Verkehr zwischen Münster und Osnabrück kurzerhand ein. Tagsüber gibt's ja noch den RE 2. Abends schaut man in die Röhre. Keine Fahrtmöglichkeit. Null.

Natürlich kann da niemand miteinander reden, so dass kurzfristig freie RE 2-Garnituren fahren auf den 2 oder 3 Abendzügen. Hat der Bahnfahrgast Pech.

Während die Autobahn nie gesperrt war. Einen Tag ging es beschwerlich und ein Tag war Lkw-Fahrverbot m.W. Seitdem läuft's.

[...]

Problem ist die Unterfinanzierung des SYSTEMS EISENBAHN ALS GANZES.

Und da geht es jetzt ans Eingemachte. Natürlich kann man schimpfen und dran erinnern, dass es früher mehr Personal gab, mehr Material und u.U. auch weniger Sicherheitswahn. Natürlich können wir problemlos das alles heute auch haben. Dann aber bitte auch ehrlich sein: wer ist bereit, das dann zu bezahlen?

Hallo Jörg,
hallo Community,

da kann ich Dir ganz deutlich antworten und werde dafür gerne die Nase in den Gegenwind halten!

Es gibt wesentliche Probleme, die eigentlich Wirtschaftswissenschaftler ebenso wie Eisenbahnfans bewegen müssten.

1.) Das Unternehmen Bahn ächzt genauso wie jedes andere Unternehmen beginnend schon beim 1 Personen-Unternehmen unter einem enormen Regulierungswahn und Bürokratiekosten.

Sei es eine Neubeschaffung von Fahrzeugen mit jahrelangen Zulassungen bis hin zum Aufblasen von Berichts- und Arbeitsschutzpflichten. Da wird das Bild eines unmuendigen Unternehmers und Mitarbeiters kommuniziert.

Zudem gilt das Primat der "Rechtswissenschaft": Wer sich nur mal Planubgsverfahren anschaut, der kann überlegen wie viele Personenstunden gebraucht werden anstatt loszuzeichnen und koszufahren.

Das Material kostet seinen Preis - das ganze Jahr.

Das ist der 2. Punkt: Die Bahn als Stastsunternehmen darf nicht mehr den Fahrzeughersteller wählen und muss dann damit leben was in der Ausschreibung herauskommt. Stelle Dir das mal bei einem Taxi- oder Busunternehmen vor. Plötzlich musst Du einen Skoda kaufen.

Und wie pleite die Bundesbahn war, kann man sich dabei auch in Erinnerung rufen.

Wer sollte also all die Wünsche finanzieren? Bill Gates?

Die Lösung dieses dritten Punktes ist ganz einfach: Mehr Kaufkraft sollte sich im Inland drehen. Es macht gar keinen Sinn Milliarden in einen hohen Kohäsionsfonds zu stecken, die Empfängerstaaten zu ertüchtigen und gleichzeitig dann Ausschreibungen gegen diese Länder zu verlieren.

Der europäische Länderfinanzausgleich läuft so lange bis 90 % des Durchschbittsniveaus der überstaatlichen Gebietskörperschsft erreicht sind.

Das sind schon mal einige Ansätze wo das Geld von der Bahn wegfließt oder innerhalb der Bahn betriebsferne Bereiche erreicht.

Ich bin schlicht weg keiner, der andere Länder unbegrenzt durchfüttern möchte. Nur damit ich mir wie Hundebesitzerin Dunja H. Das Etikett "Ich bin eine Europäerin" ankleben kann.

Im bundeseigenen Unternehmen Bahn zeigt sich exemplarisch unter welchem Druck Unternehmen stehen und das nur 4 Jahre vor dem Great Reset.

Da ist es schon ein Fun Fact, dass der komfortabelste Hochgeschwindigkeitszug noch vom BZA Minden als ICE 1 entwickelt wurde.

Schöne Grüße von jörg

Liebe Grüße

GUM

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