Ausbau Hanau-Fulda, Sammelantwort (Allgemeines Forum)

naseweiß, Mittwoch, 05.02.2014, 13:22 (vor 4444 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Frankfurt (Main) Süd schrieb:
Kurzzusammenfassung: Viergleisiger Ausbau Hanau-Gelnhausen kommt wohl vergleichsweise bald.

Das wäre wohl nicht schlecht. Die RB hätte dann durchgängig zwei eigene Gleise, sogar der RE könnte sich ggf. von ICEs fliegend überholen lassen. Damit kann man sich dem 30-min-Takt (RB und RE je zur HVZ) etwas annähern und die Standzeiten reduzieren. Ggf. profitieren auch die Güterzüge davon, indem sie in Gelnhausen punktgenau auf die ICEs abgestimmt in die zweigleisige Mischstrecke einfädeln können. Auch Flieden-Fulda wäre ein mehrgleisiger Ausbau wünschenswert, da in Flieden noch die alte Nord-Süd-Strecke hinzustößt. Das stünde aber anders als Hanau-Gelnhausen ggf. in Kokurrenz zu einem Endausbau.

Wichtiger Satz in diesem Zusammenhang:
"Zur Freude der Deutschen Bahn verzichtet das Regierungspräsidium Darmstadt deshalb auf ein Raumordnungsverfahren;"

Bronnbach Hbf schrieb:
Ich hoffe, das man die Mottgers Spange entgültig begräbt. Der Fahrzeitgewinn nach Norden ist bei der Mottgersspange fast Null. Vorallem wenn die NBS zwischen Gelnhausen und Fulda nur noch eine Vmax von 230km/h oder 200km/h haben soll, wie im Artikel angedeutet.

War der ursprüngliche Gewinn der Mottgersspange nicht vielleicht 7 min? 46 min statt 53 min heute? Wegen der kurzen Abschnitte und dem dazwischen liegenden Mottgers-Dreieck mit mutmaßlich 200 km/h sollten 300, 280, 250, 230 km/h alle nicht so große Unterschiede bedeuten. Und eine direktere Streckenfühung stelle ich mir wegen des Kinzigtals mit Bebauung und vielen abzweigenden Seitentälern als deutlich komplizierter vor. Zwischen Gelnhausen und Fulda wird fahrzeitmäßig nicht viel mehr zu holen sein.

Entscheidend für eine Fahrzeitverkürzung wird vorallem sein, den Abschnitt Frankfurt-Rodenbach (b. Hanau) zu beschleunigen. Ohne einen nördlichen Bypass ab Maintal entlang der A66 wird das nicht funktionieren.

Das ist aber unabhängig von Gelnhausen-Fulda. Angesichts der Verzögerungen glaube ich nicht, dass man die Umfahrung Hanau schneller bekommt. Wenn man endlos Geld zur Verfügung hätte, könnte man zwischen Frankfurt Hbf und Ostbf noch viel Fahrzeit durch einen ICE/RE-Innenstadttunnel gewinnen.

JanZ (aus Aschaffenburg) schrieb:
Guck dir die Diskussion um Darmstadt an: Momentan hält kein einziger ICE zwischen Frankfurt und Mannheim dort, weil sie alle gar nicht über die Main-Neckar-Bahn fahren. Trotzdem soll natürlich die geplante NBS unbedingt über Darmstadt Hbf führen. Ob ein solcher Widerstand sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt, aber geben dürfte es ihn allemal.

Die Mottgersspange ruft z.B. auch Widerstand in Aschaffenburg hervor, da dies mutmaßlich die Hälfte der FV-Halte verlöre (L91 statt L41/41). Von Hanau hat man bisher noch nichts gehört, da die mögliche Umfahrung Hanau bisher vermutlich nur in den Eisenbahnforen erwähnt wurde. In Sachen Verschieben bis zum St.Nimmerleinstag geben sich die Korridore Frankfurt-Mannheim und Frankfurt-Fulda/Würzburg aber in der Tat nicht viel.

Frankfurt (Main) Süd schrieb:
Der Bypass wäre dann aber nur auf der Strecke Frankfurt-Fulda nutzbar, nicht aber für Züge von/nach Aschaffenburg, oder?

Wenn die L41/41 (Stundentakt) über eine Mottgersspange führe, könnte auch die von der Umfahrung Hanau profitieren. Für die Halte in Hanau und Aschaffenburg führe die L91 über die Altstrecken.

Oscar(NL) schrieb:
Frankfurt-Würzburg in 45 Minuten, das wäre mir neu.

Mit Umfahrung Hanau und Mottgers könnte das in den Bereich des Möglichen rücken, da dann ab Frankfurt Ost nur noch min. 200 km/h. Zusammen mit einer teilweisen NBS Würzburg-Nürnberg könnte man Frankfurt-Nürnberg vielleicht auf 1,5 h drücken.

DB Fernverkehr hat sich ja für den ICx entschieden, und da ist es bei 250 km/h Schluss.

Richtig, das muss man immer bedenken, wenn es um die Fahrzeit gen Fulda geht. Hier werden für viele Jahrzehnte noch 250 km/h die v_max sein. Zumindest aber die L41/41 nach Würzburg wird mit ICE-W gefahren. Gerade aber wegen des Mottgers-Dreiecks, wo die NBS Gelnhausen-Mottgers auf die NBS Fulda-Würzburg trifft, werden 300 km/h sowieso keinen großen Vorteil bringen. Auch die NBS Fulda-Würzburg erlaubt keine 300 km/h. Und westlich Gelnhausen werden wohl vermutlich auch nur 200 km/h über ABS gefahren.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird die Spessartrampe entschärft. Dann fahren die Cargos über die entschärfte Strecke und die Regios und Fernzüge über die heutige Strecke.

Die alte Strecke wird stillgelegt, der Schwarzkopftunnel müsste saniert werden, was aber wegen der heutigen Sicherheitsvorschriften nicht möglich wäre und die Strecke dahin ist ganz allgemein viel zu langsam. Die neue Spessartrampe ist der zukunftsweisende Ersatz, für den Gesamtverkehr.

Gruß an Alle,
naseweiß

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