Region Ilmenau will nun SFS-Halt einklagen (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 20.07.2012, 13:12 (vor 5011 Tagen) @ ICE-T-Fan

"die allgemein zugängliche Beförderung von Personen in Zügen, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen."

^^ das ist beim MüNüX der Fall.
Der MüNüX ist nicht dafür gedacht, überwiegend den Fernverkehr von Nürnberg nach München zu befriedigen.

Da mehr Leute von Nürnberg nach Ingolstadt durchfahren als Leute in Allersberg und Kinding ein- oder aussteigen, gleiches gilt sinngemäß im südlichen Abschnitt, kann die "im Zweifel"-Regel hier nur zum Schluss Fernverkehr kommen.

Sowohl die Fahrgäste von Nürnberg nach Ingolstadt als auch die von München nach Ingolstadt sind nicht länger als eine Stunde im RE unterwegs.

Gerade viele Bayern-Ticket-Nutzer sehen in diesen RE Discount-Fernverkehr, warum die auch stoßweise immer total überfüllt sind. Das ärgert die DB auch weil die Auslastung der ICE sinkt, was in der Anfangszeit immer mal wieder zur Sprache kam.

gewiss. und es mögen auch viele sein, die den RE auf der gesamten Streckenelänge nutzen,
ich zweifle aber doch, dass dieser Anteil die Mehrheit der Fahrgäste darstellt.

Ein RE nach Erfurt würde schneller sein als mit ICE über Saalfeld. Da würden viele Fahrgäste diese als Regionalzüge gedachten Zugläufe "zweckentfremden" um für paar Euronen 100te km fahren zu können.

Es gibt auch noch andere Nahverkehrszüge, die schneller sind als parallel fahrende ICE - das macht sie noch lange nicht zu Fernverkehrszügen.

Aus Sicht der Fahrgäste begrüßenswert und richtig, zumal DAS wirklich Konkurrenz zu Bus und Auto bedeutet.

Jede Beschleunigung von SPV halte ich für begrüßungswert.

Aus Sicht der Verkehrsplanung fragwürdig. Aus Sicht der Wirtschaftlichkeit eine finanzielle Zuschussunternehmung. Aus Sicht des Steuerzahlers eine weitere (unnötige) Subvention.

Verkehrsplanung?
Jeder Nahverkehr ist eine Zuschussunternehmung/Subvention. Die Frage ist nur, in welcher Höhe und ob die Landesverkehrsgesellschaft bzw. der Zweckverband bereit ist, das zu finanzieren.

Für die Bürger aus Ost-Thüringen ein Stoß vor den Kopf, wenn das Land durch Beteiligung an der SFS Ostthüringen vom Fernverkehr abhängt, gleichzeitig aber den Erfurtern und Ilmenauern einen SFS-RE spendiert.

..oder eher Fall für ne dringende Therapie! -.-
Neid ist kein guter Berater in der Diplomatie.
Das Land hat mit dem Fernverkehr (direkt) überhaupt nichts zu tun
und ist an der SFS auch nicht beteiligt.
..und der RE ist schon lange vom Tisch.

Im Grunde würde ich mich über so einen RE freuen, da ich öfters nach Ilmenau fahre. Andererseits hätte so ein Zug einen faden Beigeschmack und würde die NV-Tarife überall in Thüringen völlig unnötig in die Höhe treiben.

..würde es das?
Ich kenn mich mit dem NV in Thüringen nicht aus (eine Verirrung nach Plaue ist das höchste..jedoch mit FV-Ticket), doch mich würd es schon sehr wundern, wenn Thüringen für ein kompliziertes und teures NV-Tarifsystem bekannt wäre. Dachte da wäre Schleswig-Holstein unangefochten mit weitem Abstand an erster Stelle (quasi direkt nach der Schweiz^^).
Sind in Bayern die NV-Tarife völlig unnötig in die Höhe getrieben worden nach Einführung des MüNüX?


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