Region Ilmenau will nun SFS-Halt einklagen (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 19.07.2012, 22:07 (vor 5010 Tagen) @ GibmirZucker

Der Güterverkehr profitiert kaum davon, da die NBS starke Steigungen aufweist, im Vergleich zur Fahrt über Saalfeld-Lichtenfels ergeben sich nur minime Vorteile. Wirklich sinnvoll und den Bau rechtfertigen würde ein Strecke

- die entweder als Flachstrecke trassiert ist (man hätte da am besten wohl einen Tunnel gebaut, der die Räume Saalfeld und Kronach verbindet (da hätte wiederum Jena gegenüber Erfurt profitiert), der eine halbe Stunde Reisezeitverkürzung (Basis Fahrplanjahr 2006, jetzt ist ja Notfahrplan wg. Achsen) im Personenverkehr und betriebliche Erleichterungen im Güterverkehr bringt,

- oder eine "echte" HGV Strecke München-Berlin mit Abzweigungen in Nürnberg, Erfurt, Leipzig/Halle, die gut ausgelastet wird, weil man damit den Flug- und Autoverkehr München/Nürnberg-Berlin in die Knie zwingen könnte, im Sinn des italienischen HGV-Netzes mit bald wohl mindestens 3 stündlichen Verbindungen auf der Hauptachse.

- oder aber eben ein Mischverkehr mit ICE, ICE-Sprinter und IR (ob man denn jetzt RE oder IC nennt mal egal).

Aber was jetzt gebaut wird ist weder Fisch noch Vogel, auf gut 90km länge maximal 250 möglich (dann Halt, schleichende Durchfahrt Erfurt, dann noch so ein kleines Stückchen bis Halle), d.h. weder echter Hochgeschwindkeitsverkehr, noch Nutzen für die kleineren Städte und nur beschränkter Nutzen für den Güterverkehr. Von allem ein bisschen und am Ende von allem doch nichts wirklich spürbares.

Dein drittes letztes Konzept ist doch die Grundlage für die Planung gewesen und auch beim Bau.
Dass es nun anders gekommen ist, konnte keiner wissen und vor allem nicht erahnen.
Die Trasse ist für 300 km/h ausgelegt, mit max Längsneigung von 12,5 Promille,
wie kommst Du da auf Probleme für den Güterverkehr?
Die Trasse quert den Thüringer Wald an seiner schmalsten Stelle,
andere Varianten hätten die Natur noch mehr beeinträchtigt und wären noch kostenintensiver gewesen.
Die Trassenbündelung liegt nördlich von Erfurt vor.

"Flug- und Autoverkehr in die Knie zwingen" ..mit dann 3,5 Stunden für Berlin-München ist die Bahn dann wettbewerbsfähig.


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