Kein Überangebot der ICE-Verbindungen Mannheim-Basel (Aktueller Betrieb)

mrhuss, FKON, Montag, 04.06.2012, 12:54 (vor 5064 Tagen) @ JumpUp

Ich selbst pendle fast täglich mit dem ICE von Mannheim nach Karlsruhe und zurück. Gelegentlich fahre ich auch weiter nach Offenburg oder Freiburg. Von Freiburg nach Basel fahre ich nur vereinzelt. Ich nutze meist die Züge zur besten Pendlerzeit (7-9 Uhr hin, 16-18 Uhr zurück)

Sehe ich das richtig, dass Du morgens nach Süden und abends nach Norden fährst? In dem Fall entsteht vielleicht auch ein falscher Eindruck. Erfahrungsgemäß gehen die Fernpendlerströme auf Frankfurt zu, laufen also genau entgegengesetzt. Sehr schön sieht man das gegen 9 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof, da steigen in den Fernzügen doch jeweils deutlich mehr Fahrgäste aus als ein.

Zwischen Karlsruhe und Mannheim sind die Züge meist noch am Besten besetzt, aber auch dort habe ich (vor allem wenn ich den ICE Basel-Köln-Amsterdam ab Karlsruhe nutze) oft einen halben Wagen für mich alleine.

Auf dem Abschnitt Karlsruhe-Mannheim sind viele Berufspendler zwischen diesen beiden Städten drin, von daher ist es auf diesem Abschnitt naturgemäß sehr viel besser besetzt als südlich davon, wo dann die echten "Fernfahrer" überwiegen.

Freiburg ist als 34. größte deutsche Stadt nicht sooo bedeutend, Offenburg und Baden-Baden erst recht nicht.

Wie Du oben schon selbst geschrieben hast: Offenburg ist ein wichtiger Umsteigepunkt für Strasbourg, den gesamten Schwarzwald bis runter zum Bodensee und natürlich die kleineren Städte im Rheintal.

Man sollte sich einfach mal anschauen, wie viele Leute in Offenburg und Baden-Baden ein- und aussteigen, das ist wirklich nicht unbeträchtlich!

Die Diskussion um die FV-Würdigkeit von kleinen Städten wird anderswo im Forum ja immer wieder geführt, von daher nur soviel: Wenn die DB einen Fernzug irgendwo halten lässt, dann aus einem gutem Grund, der sich sehr oft nicht allein durch die Einwohnerzahl ausdrückt.

Wäre es nicht sinnvoller, einen 403er ab Karlsruhe abzukoppeln und dann mit dem nächsten Zug zurück nach Köln zu schicken, oder die Linie generell nur Karlsruhe-Köln fahren zu lassen, weiter südlich kommt man ja 9 Minuten später?

Effekt der zweistündlichen, 9 Minuten später fahrenden Linie ist, dass man so zwar leicht versetzt, aber dennoch stündlich von Basel, Freiburg und Karlsruhe ohne Umsteigen in Mannheim nach Frankfurt Hbf. kommt, was ein echter Komfortgewinn ist. Außerdem erhält so Baden-Baden FV-Anschluss und es können mehr Städte in der Schweiz ohne Umstieg angebunden werden.

Im übrigen ist es ja tatsächlich zu den ganz schwachen Zeiten in Tagesrandlage ohnehin schon so, dass ein Teil der Züge in Karlsruhe endet. Außerdem werden längst nicht alle ICE3-Verbindungen auch wirklich in Doppeltraktion gefahren.

Wenn schon ab Karlsruhe nachmittags um 16-17 Uhr die Züge so leer sind (bei vier Verbindunden innerhalb von 60 Minuten zu dieser Zeit auch kein Wunder), wie sieht es dann erst mittags um 12 aus?

Siehe oben. Nach meinem Empfinden sind die Züge nicht so viel schlechter besetzt als anderswo.


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