Komplex, für den Laien nicht erfaßbar (Allgemeines Forum)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 04.09.2011, 13:51 (vor 5329 Tagen) @ Felix
bearbeitet von Sören Heise, Sonntag, 04.09.2011, 13:52

[Für komplett ausgelastete Strecken in den Ballungsräumen] würden mich konkrete Beispiele interessieren. Ich vermute nämlich, daß die Aufnahmekapazitäten auf diesen Strecken nur aufgrund von Zwängen, die man sich selbst geschaffen hat, erschöpft sind.

Als Laie ist es sehr schwer zu beurteilen, was Zwänge sind und wie man sie abstellen kann. Das können fehlende Signale sein, eine Weiche an der falschen Stelle oder einfach die Erfordernisse des Taktfahrplanes. Selbst wenn man den aktuellen Bildfahrplan hätte, wird es nicht möglich sein.

Zwischen Frankfurt (gut, Zeppelinheim) und Goddelau-Erfelden hast Du pro Stunde und Richtung
drei ICEs
einen RE
zwei S-Bahnen und
Güterverkehr, dazu einige zusätzliche Reisezüge (Berufsverkehr, Paris). Wenn wir die Güterzüge beiseite lassen, sind das schon drei unterschiedliche Geschwindigkeitsprofile (die S-Bahn wird regelmäßig vom Fernverkehr überholt), die man unterbringen muß ohne die Fahrzeiten für die S-Bahn zu unattraktiv werden zu lassen.

Ein ganz klassiches Beispiel dürfte die Bahnsteigbelegung sein, sei es Frankfurt oder Hamburg im Berufsverkehr. Da können noch so viele Trassen frei sein, es geht kein Zug mehr in den Bahnhof.

Es ist heute schon so, dass viele Menschen zwischen Mannheim und Frankfurt stehen müssen.


In den ICEs? Oder in den REs? Warum kann man die nicht verlängern?

ICE: Keine Fahrzeuge verfügbar.
REs: Keine längeren Züge verlangt im Verkehrsvertrag (so es einen gibt). Durch eine Verlängerung würden die Züge schwerer und somit langsamer, müßten eine neue Trasse bekommen, vielleicht wären für längere Züge auch die Bahnsteige zu kurz.

(Vielleicht S-Bahn-Verkehr auf der Strecke aufgeben und die S-Bahn-Halte vom Regionalzug mitbedienen lassen?)

Ich kann mir vorstellen, daß im Berufsverkehr alle Züge in Lastrichtung sehr gut und mehr besetzt sind. Da wird es nicht möglich sein, einfach mal einen wegzulassen und die Leute in einen anderen reinzustopfen, der nicht um die nötige Zahl Plätze verlängert werden kann. Daß sich für die Pendler im Regionalzug die Fahrzeit verlängern würde, kommt hinzu.

Ich stimme Holger2 zu, daß Preissenkungen eher auf den stark nachgefragten Strecken zu mehr Fahrgästen führen werden, nicht aber (oder in geringerem Maß) auf ohnehin schwach ausgelasteten Verbindungen.

Viele Grüße, Sören

Viele Grüße, Sören

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