Ich hätte lieber... (Allgemeines Forum)

Frank Augsburg, Ansbach, Samstag, 03.09.2011, 23:34 (vor 5329 Tagen) @ Felix

...eine funktionierende Bahn!

Servus,

eine funktionierende Bahn hätte freilich ihren Preis, aber es ist ja nicht gesagt, daß der höher liegen müßte als heute.
Was verstehe ich unter einer funktionierenden Bahn?
- Eine Bahn, welche die Anschlüsse sicherstellt.
- Eine Bahn, die auf sich auch kurzfristig ändernde Nachfrage flexibel reagieren kann und zwar in der Art, daß entweder die Züge verlängert, und/ oder aber die Takte zeitweise halbiert werden.
- Eine Bahn, die nicht gleich vor den ersten Schneeflocken kapituliert.
- Eine Bahn, die insgesamt für ihre Kundschaft da ist. Von den Zugbegleitpersonalen, den Aufsichten, kurz: allen im Service und Betrieb kann ich das uneingeschränkt bejahen (Ausnahmen: schweigen wir drüber). Aber wie sieht es mit den Etagen "darüber" aus...?
- Eine Bahn, die alles in allem zuverlässig ist.
- Eine Bahn, die wenigstens so attraktiv ist, die Stammkundschaft zu halten und zufrieden zu stellen (und auch da sieht es im Hause DB alles in allem nicht gut aus).
Eine (DB) Bahn, die all das sicherstellen kann, wäre die Bahn, die ich mir wünsche. Wobei ich auch weiß: Vom Zustand "Heute" zu diesem "Ideal" geht es nicht von heute auf morgen. Dazu bedarf es viel mehr Menschen innerhalb und außerhalb dieses Konzerngebildes "Bahn", die sprichwörtlich "mitdenken".
Wobei: So schlecht wie oftmals dargestellt ist unsere DB ja gar nicht. Wenn ich mir die Fahrtenbücher der letzten vier Jahre so ansehe, so fällt mir auf:
- Der Frank hat meistens (und vernünftigerweise) eine gewisse Verspätungsresistenz in seine Reisen eingebaut. Das sollten eigentlich alle Reisenden tun, das sollten aber auch die Auskünfte tun. Es gibt so gewisse "Anschlüsse", die dazu angetan sind, so gut wie nie zu klappen...
- Der Frank "verdankt" teilweise exorbitante Verspätungen über das Jahr wirklich einzelnen "Krachern", wo es gleich mal mit +60...+240 zur Sache ging.
Und was das Fahrtenbuch nicht sagt, aber die Notizen: Es empfiehlt sich immer, auf Eventualitäten gefaßt zu sein, also sprich: Hab was zu essen und zu trinken mit, ein Buch einstecken, evtl. eine Jacke zum Überziehen, wenn die Klimaanlage mal wieder wohlige Kühle spendet... Und wenn eine lange Reise ansteht, dann saufe ich mir am Abend vorher garantiert nicht Birne zu. Weil: Wenn die Klimaanlage ausfällt, ist dann kreislaufmäßig Feuer unterm Dach.
Soll heißen: Mit einer Bahnreise buche ich ja nicht das Rundum- sorglos- Paket. Irgendwas kann immer passieren, sei es in Verantwortung der Bahn, sei außerhalb deren Verantwortung.
Es geht ja noch weiter. Vieles, was der Bahn angelastet wird, kann sie gar nicht beeinflussen. Zum Beispiel das Bestellverhalten der Landesverkehrsgesellschaften im Regionalverkehr. Zum Beispiel die Planungsabläufe behördlicherseits bei Neu-/ Umbauvorhaben. Komisch: bei Straßen geht das irgendwie schneller.
Und so weiter.
Auto und Bahn gegeneinander auszuspielen wird auch nicht funktionieren, schon gar nicht in einem Autoland gewordenen Deutschland. Ohne Auto wird es nicht funktionieren, ob es mir persönlich nun paßt oder nicht, ob ich mir das anders wünschte oder nicht. Etwas mehr Sinn im Miteinander (nennt man: Verknüpfungen) aber darf ich mir doch wünschen, oder?

Beste Grüße aus Ansbach
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)


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