Züge der Zukunft... Freche Verdopplung (Allgemeines Forum)

fjk, Mittwoch, 09.02.2011, 09:57 (vor 5534 Tagen) @ 218 466-1

Natürlich ist das auch mir als n-Wagen-Liebhaber klar, dass die Züge der Zukunft anders aussehen werden. Aber was da teilweise an modernen Nachfolgern über Deutschlands Schienen rollt, zählt für mich eindeutig nicht dazu! Hier ein paar Kriterien, die ein guter und moderner NV-Zug meiner Meinung nach erfüllen sollte:

[...]

Schöne Liste. "Wer soll das bezahlen?" Aber wenn das nicht die Frage ist, noch eine freche Verdopplungs- (oder sogar -mehrungs-) forderung zu diesem Punkt:

- Großes Mehrzweckabteil für Kinderwagen und Fahrräder.

Nein. Wenn schon, dann "große Einzelzweckabteile für Kinderwagen, Rollis, Traglasten und -träger sowie Fahrräder, am besten ohne Radler". Das Mehrzweckabteil wie es heute angeboten und angenommen wird, ist ein äußerst schlechter Kompromiss. Fahrradgruppen verstellen den Weg zum großen (und manchmal einzigen) Klo und gefährden Klein(st)kinder in und außerhalb des Kinderwagens. Rollifahrer werden (wie Eltern mit unterschiedlich großen, zum Teil nicht mehr wagenerfordernden Kindern) in einem gefühlten Viehtransporter abgestellt, auch noch neben dem einzigen, gutfrequentierten und superleckeren Klo. Dazwischen stehen dann noch um ihre ach so wertvollen Räder besorgte hysterische Radtouristen oder Pendelstudenten, die ihre Renn/MB-Maschine beschützen müssen. Vor allem gegenüber Kindern. Und selbst wenn sich diese Gesellschaft so einigermaßen zusammenrauft und noch einigermaßen ziviles Auftreten an den Tag legt, wird sie grundsätzlich durch die oben hoffentlich korrekt als Traglastenträger charakterisierte Klientel komplettiert, nämlich zum einen die mit den Bierkisten (egal ob aktiver oder passiver Fußball, Eishockey, Kegeln oder Junggesellenabschied) wenn die Gruppenstärke den Vierer sprengt, zum anderen die mit den Plastiktüten und gerne konzentrierteren Geistesgetränken versehene - bei uns heißt der Mehrzweckbereich im Dosto jedenfalls Pennerabteil, leider nicht zum Spaß.

Für zwei der genannten Gruppen, "Penner" und Fahrräder, gehört die Teilnahme am ÖSPNV durch bessere Planung*, durchsetzungsfähiges Personal vor Ort und auch technische Einrichtungen (nämlich ein monothematisches, entsprechend eingerichtetes Fahrrad- [und vielleicht alleinlassbares Gepäck-]Abteil) stärker reguliert,

für Rollifahrer braucht es einen menschenwürdigen Platz in der Nähe des entsprechenden Klos - aber nicht unbedingt direkt davor - und ebenfalls hilfsbereites Personal vor Ort (die technischen Einrichtungen gibt es im großen und ganzen),

und Eltern und Kinder brauchen ebenfalls genug flexiblen Platz (auch in einem sauberen Klo) und vielleicht gelegentlich eine helfende Hand - aber eben nicht die Gefahren des "Mehrzweckabteils" um sich.

Das alles natürlich leise, sauber, barrierefrei**, pünktlich und zuverlässig.

fordert
fjk


*) Größere Fahrradgruppen müssten in fahrradtaugliche Züge "umgelenkt" und die Häufung kleinerer Fahrradgruppen in gewissen Tagen und Monaten durch Anpassung des Zugmaterials aufgefangen werden. Genauso wichtig ist aber die "Bewirtschaftung" des vorhandenen Fahrradraums und die Trennung von Rädern, hysterischen Besitzern und unpraktischem Gepäck. Darum die Personalforderung und darum landen sie zusammen mit dem großen "P" in einem Topf.
**) gehört "türstörungsfrei" mit in diese Kategorie?


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