Ob i, n oder 4-6NN: mit "ein paar Euros" andere Wagenwelt (Allgemeines Forum)

fjk, Montag, 07.02.2011, 14:53 (vor 5547 Tagen) @ 611003 3

Tja,

Ein n-Wagen der Südbahn

[...]

--> Sitze zwar abgesessen aber bequem (und mit ein paar Euros lässt sich das wieder auf den Standard von Heute verbessern)

genau das dürfte aber auch das Problem bei der Zuverlässigkeit UND der Bequemlichkeit der hier verteufelten Neubauten sein: dass auch da "ein paar Euro" für die platzliche Berücksichtigung von Gepäck, ausreichend Fußraum und generell mehr 4+4, Ersteklasseabteile, gegen den Eingangsbereich abgeschlossene Fahrgastbereiche, lärmgekapselte(re) Antriebseinheiten oder weniger nervige Abfertigungsverfahren mit Trillerpfeife statt Türpiepsen zu einer erheblichen Komfortsteigerung führen würden.

Und spätestens dann würde die Luft für n und i doch sehr dünn - denn den konstruktiven "Hochflurnachteil" werden sie wohl bei aller Pflege nicht mehr ablegen...

Nein, irgendwann ist der beste einstmals neugebaute n am E-n-de, ebenso wie mit den nicht mal neuen i irgendwann f-i-nito ist. Diesen Zeitpunkt sollte man (erst recht, wenn "Nachhaltigkeit" mal Wort des Jahres war) bei Eisenbahnfahrzeugen zwar nicht nach 20 Jahren (Bomz! y? Bimz, wobei die Substanz entscheiden muss) suchen, aber nach vielleicht 40 ist dann doch mal Museum angesagt (und die 40 finden sich bei n sicher). Das gilt leider auch (siehe Wort des Jahres) für die Neubausegnungen - obwohl man seine Zweifel haben mag, wie lange deren "Substanz" wohl hält. Die nach ~15 Jahren redesignten ICE 1 und 2 bauen da ja wohl noch auf einem relativ konservativen Konzept auf, lassen sich als Vergleich also wohl kaum heranziehen.

Also: wenn in zehn Jahren der letzte Lint sein letztes Seufzerchen getan und seine letzten Cents optimierter Lifecyclecosts verbraucht hat, besteht wieder die Chance, ein paar Euros für echten Komfort statt ungemütlicher Mehrzweckabteile in die Hand nehmen zu lassen. Die Industrie wird (durch die beeinflusste Politik) allerdings schon dafür sorgen, dass der Anschaffungsanteil der Lifecyclecosts möglichst oft bei ihr landet.

Oder aber auch: Eure große Schwester hat ihren ersten gebrauchten Golf 2 auch noch von 1986 bis 1996 gefahren (bis der 12 war) und noch verscheuert, dann noch zwei Jahre einen dreijährigen Golf 3 (der schon direkt zur Verwertung gegangen ist), und seitdem least sie alle zwei Jahre Neuwagen (die irgendwo "verschwinden") - bei vergleichbarem finanziellen Aufwand, und weil VW es ihr mit Scheininnovationen und anderen guten Argumenten nahelegt. So in etwa jedenfalls. Im Prinzip das gleiche.

vergleicht vier- bis sechszehnrädriges
fjk


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