Meine Dauerschallplatte: Betrieb nach Gutdünken ... (Allgemeines Forum)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 04.01.2022, 07:46 (vor 228 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von J-C, Dienstag, 04.01.2022, 07:46

Braucht man einen coolen Wagenreihungsplan auf Papier in Kooperation mit Rocco wie bei so einigen Bahnhöfen in Österreich? Oder ist ein Live-Monitor, der die tatsächliche Reihung anzeigt, wie in Österreich, die bessere Alternative?


Na ja, irgendwie von beiden Welten ein wenig

Klar, jeder will einen digitalen Rocco-Wagenreihungsanzeiger ;-)

... Natürlich will ich vor Ort wissen, wie es denn jetzt wirklich aussieht, aber ob ich - beispielsweise in Frankfurt Hbf - am Bahnsteiganfang oder -ende ankomme, hat erheblichen Einfluss (bis zu 400 Meter) darauf, wie gut meine Anschlusschancen stehen, insofern ist es schon bei der Planung von Interesse, wo sich mein Wagen befindet.

Dafür sind digitale Wagenreihungsanzeiger mit Echtzeitdaten ideal.

Oder am besten, man packt die Wagenreihung in die App, was ja bei der DB der Fall zu sein scheint.


Falsch, bitte endlich mal von dem Gedanken lösen, dass die App ein Allheilmittel ist. Erstens hat noch immer ein zweistelliger Prozentanteil der Bevölkerung kein Smartphone und zweitens erst recht nicht jeder die App der Bahn installiert geschweige denn weiß mit derartigen Detailinformationen etwas anzufangen.

Also erst brauchst du die Wagenreihung, jetzt kannst du nichts damit anfangen? Der Anteil an Smartphonevererigerern gehört zu einer wortwörtlich aussterbenden Art. Die ÖBB zumindest forcieren geradezu die Nutzung der App; Inlandssparschienen können nur online gebucht werden.

Es wird nicht immer 100% laufen, aber wenn es 80-90% gut läuft, passt es doch eh meist.


Auch falsch - es ist schlicht peinlich, dass ein Mobilitätsdienstleister nicht einmal seine Basics beherrscht; nebenbei hat Chaos an dieser Stelle wiederum negativen Einfluss auf Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit.

Das Netz der DB ist halt so komplex, dass ich mich nicht wundere, wenn es nicht zu 100% läuft.


Nur hat das miteinander nichts zu tun - ein Mischbetrieb von Regional- und Fern- sowie Güterverkehr ändert nichts an der Wagenreihung.

Und darum geht es auch nicht. Dafür können wir ohnehin alles außer dem Fernverkehrsnetz ausblenden.

Die Züge des Fernverkehrs sind erstens eine ganze Menge und haben dann auch durchaus komplexe Umläufe. Da kommt hier eine Abweichung und da zustande und schon ist der Papierplan wertlos. Hätte man das ganze an selber Stelle mit einem Monitor gelöst, wäre das Problem nicht mehr da.

Papier ist geduldig und kann Unvorhergesehenes… nicht vorhersehen.

Ich persönlich brauche gar nicht so die Richtung der Wagenreihungen, ich will die Wagenbaureihen. Dafür war vagonweb.cz ja super, jetzt kriegt man nur noch die Wagenreihungen von ausgewählten Ländern, Tschechien selbst ist nicht darunter. Zumindest nicht offiziell.


Und ich will beide Informationen, nur dann kann ich abwägen.

Ja wenn ich nicht wie in Österreich mich stets auf die selbe Wagenreihung verlassen kann, weil in dem System es kaum Möglichkeiten zur Abweichung gibt, will ich sowas vielleicht auch. Wobei, in Innsbruck hat‘s mir ja schon geholfen, die Wagenreihung zu finden.

Davor habe ich Angst: Wenn ich bewusst ein Abteil/im Großraum Plätze mit Tisch wähle, weil ich mit Kindern unterwegs bin, nutzt mir das aktuelle Modell der Umreservierungen genau nichts, im Gegenteil, bekanntlich kann aus einem Fensterplatz nicht nur ein Gang- sondern auch ein Wandplatz werden.

Ich habe fast nie die Reservierung gebraucht, da war die 1€ Reservierungsgebühr ziemlich sinnlos :‘D

Im Railjet findest du in der zweiten Klasse keine Wandfensterplätze. Im ČD-EC hingegen so einige (-: Aber zurück zum Thema. Du kannst öfters auch situationselastisch einen anderen Platz nehmen, vielleicht wollte wer eh einen Wandplstz haben

Betriebsorganisation nach Gutsherrenart getreu dem Motto, WIR wissen schon, was richtig ist.

Das können sie, soweit es der Wettbewerb ihnen erlaubt. Allerdings bietet Flixtrain im Komfort schonmal keine Konkurrenz, soweit ich es sehe. Wär ja nice, wenn Regiojet sich erbarmt, nach Deutschland zu expandieren.


Ach, nur weil andere nicht besser sind, kann man schlecht bleiben?

Darauf läuft es hinaus. Einzig der Staat könnte da noch eingreifen.

Aber die DB ist doch eine AG mit dem Staat als Eigentümer... was willst du denn da noch verstaatlichen? Ich denke nicht, dass eine Organisation á la Bundesbahn wirklich der große Bringer wird.


Jein, eine Bahn, die aber nicht auf Kostenstrukturen und Gewinn getrimmt wird, wäre ja schon etwas wert.

Kannst du auch mit einer AG machen

Heute passiert es doch, dass die Gleise ausgetauscht werden, die verbauten Weichen aber nicht, weil die noch Frist haben, die werden dann ein Jahr später getauscht und der Fahrdraht natürlich in einer dritten Aktion - drei Streckensperrungen statt einer, weil das ein paar Euro gespart hat, das darf eben nicht sein.

Aber wehe man macht es kundenfreundlich, dann heißt es ganz schnell, man wäre ineffizient. Der deutsche Verkehrsminister ist nun von der FDP. Ich sag es nur

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)


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