Mehr Dampf ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Freitag, 31.12.2021, 20:22 (vor 24 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Der Blaschke, Freitag, 31.12.2021, 20:24

Hallo.

Natürlich. DB FV wickelt den Betrieb nach eigenem Gutdünken ab. Läuft es mal = schön. Wenn nicht, dann eben nicht.

Mehr als 3/4 läuft ja schonmal.

Toll. 80% Pünktlichkeit heißt: von 10 Zügen sind 2 zu spät. Heißt, wer Mo bis Fr pendelt, kommt jede Woche(!) einmal morgens zu spät zur Arbeit und abends zu spät nach Hause.

Wenn du das als i.O. bezeichnest ... ==> der Pkw ist da UM WELTEN zuverlässiger!

Aber ich sehe ein, dass es schwierig ist, mit Studierenden über Verspätungen zu diskutieren - sie werden ja mit dem 'akademischen Viertel' groß ...

Der Eigentümer ist weitgehend ahnungslos und auch nicht sonderlich interessiert.

Würde ich pauschal nicht so sagen, die Politik hat durchaus einiges bewirkt, siehe Deutschlandtakt. Das ist meiner Meinung nach schon solide, da ja auch durchaus die Infrastruktur entsprechend ausgebaut wird.

Der Deutschlandtakt wird DER Flop des 21. Jahrhunderts. Habe ich aber anderswo schon mal erläutert.

Und der Kunde muss die Zustände hinnehmen oder wegbleiben. (...)

Oder er nimmt den Flieger, den Bus, einen Zug der Konkurrenz, je nach Relation... oder das Auto.

Was er noch immer viel zu oft macht. Wobei die FV-'Konkurrenz' ja noch um ein Vielfaches armseliger ist.

Deswegen ist es so verwunderlich, dass so mancher das Heil der Eisenbahn in einer Art Reverstaatlichung sieht.

Aber die DB ist doch eine AG mit dem Staat als Eigentümer... was willst du denn da noch verstaatlichen?

Ich? Gar nichts!

Ich denke nicht, dass eine Organisation á la Bundesbahn wirklich der große Bringer wird.

Natürlich nicht. Aber frag mal all die Nostalgiker ...

Solange die jetzige Führung aber faktische Narrenfreiheit genießt, wird es niemals was mit einer Renaissance der Eisenbahn. Der Konzern gehört zerschlagen in zig Einzelteile. Das Netz muss ähnlich verwaltet werden, wie es beim Deutschlandtarif jetzt geschieht. Ansonsten müssen alle Betriebsgesellschaften völlig unabhängig von staatlichem Einfluß sein.

Und du glaubst, dass uns das weiterbringt.

Ja. Würde ich ja sonst nicht schreiben.

Das bestehende System kann funktionieren.

Funktioniert aber nicht. Zumindest nicht in ausreichendem Maße.

Österreich hat derweil ja ein sehr ähnliches Modell wie Deutschland, sogar ohne dass man Regional- und Fernverkehr in separaten Gesellschaften unterbrachte.

Hach, Österreich ... Da haben die letzten Jahrzehnte auch keinen gewaltigen Schub gebracht. Vom Neuen Austrotakt ist manches längst beerdigt. Nebenbimmeln wurden auch stillgelegt. Also Österreich nun als Weltnation der Eisenbahn zu betiteln, geht dann doch etwas weit ...

Und was die Schweizer betrifft: es wird gerne übersehen, dass das eines der autogeilsten Völkchen dieses Planeten ist.


Schöne Grüße von jörg


leider wenig Zeit. Jetzt dank seiner Alkoholabstinenz als 'Taxifahrer' gefragt; Partygäste karriolen ...


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