Sichtweisen können unterschiedlich sein (Allgemeines Forum)

Christian_S, Sonntag, 23.05.2021, 13:21 (vor 1848 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Hallo

sorry, aber du argumentierst mir zu sehr aus betrieblicher Sicht. Das mag ja alles in eine Beurteilung einfließen, aber du verlierst meiner Ansicht nach den Kunden völlig aus den Augen. Allein die Frage: "Wie zeitig hat er es bekannt gegeben?" - Eine eindeutige Antwort darauf "Überhaupt nicht".

Ok, dann aber sage mir bitte, was in konkretem Fall hätte anders laufen müssen aus Deiner Sicht.
Ich kenne die Hintergründe für diese Gleisverlegung nicht, aber eines möchte ich doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen: Das der Fdl das einfach so gemacht hat, um die Fahrgäste zu ärgern. Irgendeine Unregelmäßigkeit dürfte der wahrscheinlichere Grund sein, ggf keine vorher bekannte. Also wenn Du es aus Kundensicht anders möchtest, zeige bitte die konkrete Lösung in diesem Fall auf. Eventuell Zug 10 min an der Einfahrt stehen lassen, um die Gleisänderung zu kommunizieren und genug Zeit zu geben, um entspannt den Bahnsteig zu wechseln?


Ich hab schon öfter angemerkt, den Kunden interessiert nicht was im Hintergrund passiert. Daher kann ich Blaschkes Einwürfe - auch wenn ich sie teilweise für zu überspitzt und teilweise nicht angebracht halte - durchaus nachvollziehen.

Auch ich kann manche unangenehme Erfahrungen aus Sicht des Kunden sehr gut nachvollziehen. Bin wie gesagt selbst Kunde, regelmäßiger Art. Ärgert mich auch mitunter, aber ich weiss eines: man macht das i.d.R. nicht, um den Kunden zu ärgern.


Gehen wir mal von den kurzfristigen FdL Unwägbarkeiten weg und wenden uns einem anderen großen Thema zu: Geänderte Wagenreihungen und deren Anzeige in den Infoanzeigen am Bahnsteig. Selbst erlebtes und hier berichtetes Beispiel von mir. Der IC 1959 am Freitag Düsseldorf - Leipzig fährt umgekehrt gereiht. Der startet um 11 Uhr irgendwas in Düsseldorf und bis 14:30 in Kassel-Wilhelmshöhe bekommt es keiner hin oder fällt keinem auf, dass man da eine Anzeige ins Laufband setzt? Erst in Eisenach fast 4h nach dem Start des IC läuft das Band mit dem Hinweis auf die geänderte Wagenreihung durch. Bekommt man es in den vier Stunden nicht geregelt, das einzustellen? Ist das so aufwändig, dass hierfür ein (von den Stunden her) ein halber Nettoarbeitstag drauf geht? Und das ist nur ein Beispiel von vielen und bei einem 5 Wagen Zug noch zu verschmerzen. Aber was ist bei einem IC der Linien 30/31 (11 Wagen) oder einem ICE4. Soll der Kunde dann irgendwo einstigen und durch den Zug und über Gepäck und andere Hindernisse steigen nur weil Wagen 12 nicht im Abschnitt E sondern mal wieder im Abschnitt A hält. Den Fahrgast mit Kinderwagen oder Rollator will ich das dann sehen, der meint "ist halt so, mach ich mich auf den Weg."

Bei dem Thema gebe ich Dir recht, da liegt dann definitiv ein Fehler in der Meldekette vor. Das Thema wurde vor Jahren schon angegangen, als es die Pflicht zur Reihungsmeldung des bereitstellenden Tf gab. Wo genau aber der Fehler liegt, kann ich nicht beurteilen. Kann auch sein, das die Meldung korrekt erfolgte, aber bei der Eingabe ein Fehler gemacht wurde. Das soll den Fehler nicht entschuldigen, sondern nur erklären, das da halt mehrere unterschiedliche Stellen/Bereiche beteiligt sind.


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