Oje ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 22.05.2021, 21:23 (vor 1845 Tagen) @ ICE16

Huhu.

Oh entschuldigung ich wusste nicht das der Fahrgast das Kreuzchen schon wie selber machen darf.

Auch das macht er nicht. Also: rede doch nicht mit, wenn du es nicht weißt ...

Aber kläre uns doch mal auf welche enormen Aufgaben man als Fahrgastbefrager so hat und welche enorme Qualität du da er bringst auser der Hälfte der Fahrgäste auf den Keks zu gehen?

Guck, wieder keine Ahnung. Die üblichen Verweigererquoten liegen irgendwo bei 5 bis 10 Prozent. Seit der Pandemie sind die sogar gesunken.

Und ansonsten kennst du sicher auch den Hintergrund der Fahrgastbefragungen. Das 'auf den Keks gehen' ist also im Sinne des Fahrgastes.

Die Qualität der Daten ist dann halt so eine Sache. Der eine kennt sich aus und weiß, dass er gezielt nachfragen muss, welchen Zug der Kunde zwischen Oldenburg und Bremen genutzt hat, NV der DB, S-Bahn von Dritten oder FV. Der kennt auch die Tarifgrenze, wenn der Kunde zum VRR-Ticket ein Einfach-Weiter-Ticket nach Minden erworben hat. Der fragt gezielt nach, ob der Fahrgast nach Guben von Berlin über Frankfurt (Oder) oder Cottbus fahren will. Was natürlich ein Unterschied ist. Wenn man sich da mit vielem (natürlich nicht allem!), dann geht das Interview schneller und ich kann mehr Fahrgäste befragen (oder habe länger 'Pause'). Und dem Fahrgast wird Kompetenz vorgetäuscht. Wer weniger engagiert dabei ist, der muss halt alles mühseliger nachfragen und/oder es kommen schneller auch mal falsche Daten zusammen.

Bin da echt interessiert was man noch so in der Job Beschreibung steht...

Einfach mal bewerben. Die üblichen Firmen dürften bekannt sein. Und alle suchen sie! Da gibt's garantiert was.

Am wichtigsten ist der individuelle Umgang mit Menschen in der jeweiligen Situation.

Und wie ich manches erkläre. Oft wird ja nach dem Grund gefragt. Viele Kollegen sagen dann 'Statistik' oder nehmen den 'internen' Begriff 'Fahrgeldeinnahmen-Aufteilung'. Damit aber können die wenigsten Kunden was anfangen. Also breche ich das runter auf das vorgezeigte Ticket: Sie haben ein Flexpreis. Da dürfen Sie jetzt von Bremen mit der DB nach Hude fahren oder mit der Nordwestbahn oder dem Fernzug der DB. Das ganze Geld kassiert hat beim Kauf DB FV. Jetzt fahren Sie aber gerade mit der NWB. Die möchte von dem Geld auch was haben. Und deswegen befrage ich Sie. Ihr Vorteil: ein durchgängiger Fshrschein. Ihr Nachteil: ab und an kommt wer und möchte Fragen beantwortet haben.

Das versteht der Kunde! Und ist zufrieden. Und versteht, warum er auch mal öfters befragt wird.


fahren, mit der Eurobahn

Zu den von dir genannten Kritikpunkt das ich nichts sachlich beitragen kann. Wenn hier jemand eine Zug fährt mit einem Atomkraftwerke oder einem Raketenstart vergleicht bleibt leider für eine Sachliche Diskussion kein Spielraum...

Stimmt, Züge fahren ist einfacher. Scheitert aber häufiger. Hm ...

Das ist dann so wie wenn ein dreijähriger frägt ob ein Flugzeug ge auso funktioniert wie ein Schmetterlinge... Ist zwar putzig diskutieren kann man mit ihm darüber trotzdem nicht.

Den 3-Jährigen würde ich lieben! Denn das würde zeigen, dass der sich über sowas Gedanken gemacht hat. Der Sohn meines Kumpels fragte mal, was Kohle ist. Hehe, tja. Haben wir versucht, anschaulich zu erklären. Grünzeug, was zusammengedrückt wurde, keine Luft dran und sehr heiß. Er überlegte dann eine Weile und fragte uns dann, warum man die denn dann verbuddelt hat - das könne man doch auch im Ofen machen! Von soviel einfacher entwaffnender Logik könnten sich viele eine Scheibe abschneiden.

Dann verhalte und schreibe auch so als ob du Kunde wärst und nicht so als ob ohne einen überheblichen Fahrgastzähler der Bahnbetrieb komett zusammen brechen würde...

Das ist ja das Problem: der bricht auch mit mir zusammen ... Dagegen komme auch ich nicht an ...

Schöne Grüße von jörg


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