Sichtweisen können unterschiedlich sein (Allgemeines Forum)

Christian_S, Sonntag, 23.05.2021, 10:36 (vor 1844 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Klassisches Beispiel: Bahnhof Witten Hbf S5 aus Hagen fährt nach Plan Gleis 1 ein und aus. Die Fahrgäste stehen an Gleis 1 wie in der Anzeige und im Aushang. Die Abfahrtszeit ist erreicht und mit leichter Verspätung kommt die S5 eingefahren und fährt nach Gleis 3 ein. Keine Durchsage von Blechelse, keine Anzeige im Laufband. Da stellt sich schon die Frage: geht's noch? - Der Bahnhof ist frei und es sind keine vorherigen Gleisbelegungen oder andere Blockierer im Bahnhof/Gleisvorfeld
Jeder Fahrgast und jeder Forenkollege hier kann sicher zehn oder zwanzig Beispiele nennen. Von kurzfristigen Gleisänderungen, Anschlußverlusten weil der Zug vorm Bahnhof nachgestellten Vorrang hat etc.

Hier erklären Christian und andere die "Zwänge" vor denen ein Fdl steht, wenn eine Änderung ansteht - aber was erklärt man dem Kunden auf dem Bahnsteig, der einen Zug nutzen will, nicht ganz so mobil ist und den Zug verpasst, weil der Bahnsteigwechsel mit Rollator, Rollstuhl, Kinderwagen, Gepäck nicht mal eben machbar ist? Und im Endeffekt erwartet der Kunde - egal ob Blaschke, Lieschen Müller oder ich - einen reibungslosen Ablauf, auch wenn es ein komplexes System ist.

Im konkreten Fall müsste man zur Feststellung des Fehlers wissen, warum der Fdl die Gleisverlegung durchführte und wie zeitnah er sie kommunizierte. War es ein vorher bereits feststehendes Problem: Gleisänderung kann und muss rechtzeitig bekannt gegeben werden. War es aber ein Problem, das auftrat, als der Fdl die Fahrstraße nach Gleis 1 stellen wollte und merkte, das es aus irgendeinem Grund nicht geht, dann kann er das halt schlecht vorher bekannt geben.


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