mögliche Lösung: 2 Statusstufen!? (Allgemeines Forum)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 24.08.2016, 14:59 (vor 3513 Tagen) @ musicus

- Eine erste (Arbeitstitel "Silber") gibt es mit sämtlichen 1. Klasse-Fahrscheinen während deren Geltungsdauer sowie für alle Kunden ab 2.500 Statuspunkten jährlich

- Eine zweite (Arbeitstitel "Gold") gibt es mit 1. Klasse-Flexpreis-Fahrscheinen während deren Geltungsdauer sowie für alle Kunden ab 5.000 Statuspunkten jährlich

Letztere Stufe ist dann nur für Inhaber enier BC100F und das schmale Band was zwischen 5k€ Jahresumsatz und dem Preis einer BC100F liegt. Die Resonanz wird sich doch arg in Grenzen halten.

Attraktivität ist ein dehnbarer Begriff - meine Überlegungen zielen eher auf den reisepraktischen Nutzen, der (in der Fläche) eher überschaubar ist. Die Ansicht, dass bahn.bonus comfort genau wegen dieser Attraktivität und aus der Überlegung heraus, Stammkunden Zusatzleistungen gratis anzubieten, entstanden sein soll, teile ich nicht. Der Statuskunde ist (und da zählen 1.-Klasse-3xjährlich-SP-Fahrer nunmal nicht dazu) ohnehin eine Cashcow der DB. Der Umfang der Stammkundenakquise bzw. der Umsatzsteigerung durch das *Marketing* von bahn.bonus comfort muss empfindlich über den Aufwendungen für die damit verbundenen Zusatzleistungen liegen, damit das Geschäftsmodell nicht ins Wanken gerät. Ganz platt: Es ist ein wenig wie der Esel, auf dem man mit der Karotte an der Angel reitet.

Ich sehe es anders - gerade die Gelegenheitsfahrer müssen die Möglichkeit haben, das vollständige Produkterlebnis zu bekommen. Nur so kann man aus dem Gelegenheitsfahrer einen Stammkunden machen. Ansonsten wird der Kundenbindungsaspekt vollkommen ad absurdum geführt und das Programm nur noch ein "Incentive" für diejenigen, die sowieso viel Bahn fahren.

Ein derartiges Elitedenken, das dem im Flugverkehr ähnelt, führt eher dazu, daß die Statuskunden aus Sicht der "Normalpassagiere" ähnlich negativ konnotiert werden wie im Flugverkehr. Hör Dich doch mal unter Normalpassagieren um, wie oft da abfällige Bezeichnungen für alles ab "Senator" aufwärts fallen, aufgrund der extrem bevorzugten Behandlung. Okay, da kommt meistens noch ein dementsprechendes Auftreten der Status-Kunschaft hinzu, das zum Glück von wenigen Ausnahmen abgesehen bei der Bahn nicht so extrem auftritt. (Abgesehen von den Jung-BWLern in der Lounge in Frankfurt, die jeden, der keinen Anzug trägt, und während seines Lounge-Aufenthalts am Ultrabook irgendwelche Powerpoints launched. Aber auch die kommen irgendwann noch in der Realität an.)

Nun gut, hier differieren eben persönliche Nutzungspräferenzen. Ich sehe am Bahnhof in erster Linie Notwendigkeit für angemessene, wetterfeste Wartemöglichkeiten mit Sitzgelegenheit und ohne Konsumationszwang. Rückzugsorte kenne ich in den Städten, die mir bekannt sind, weitaus angenehmere.

Och, ganz ehrlich, als Wetterschutz würde mir die Bahnhofshalle in Frankfurt schon reichen, aber dort länger auf dem Bahnsteig stehen ist aufgrund der nicht bahnfahrenden Klientel die dort rumspringt und der Bahnfahrgäste, die den Sinn von Rauherzonen nicht verstehen, einfach nicht schön.

Das System so, wie es ist, gut findende Grüße,
der Colaholiker

--
[image]


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum