Open Doors oder "Tagestransaktion" (Allgemeines Forum)

GUM, Mittwoch, 24.08.2016, 12:10 (vor 3509 Tagen) @ musicus

Ja, aber du "bezahlst" ja im Gegenzug auch dafür

Dennoch bin ich der Meinung, dass der Loungebesuch grundsätzlich nur während der Geltungsdauer einer vorzulegenden Fahrkarte (ganz gleich welcher Beförderungsklasse) möglich sein sollte

Das ist interessant! Eine ähnliche Entscheidungsfindung gab es auch im goldenen Zeitalter des Luftverkehrs - Anfang des Jahrtausends.

Damals hatte eine große Fluggesellschaft beim Gold Status eine Abweichung der üblichen Lounge-Zugangsregelungen. Diese konnten Gold-Kunden auch dann benutzen, wenn sie kein British Airways/Oneworld-Ticket an diesem Tag hatten.

Dies ging von der Überlegung aus, dass die Gesamtkundenverbindung so ertragreich ist, dass der Kunde für fehlende Verkehrstage/Netzabdeckung nicht "bestraft" werden sollte. Das hiieß "Open Doors".

Irgendwann wurde dann auf die Tagestransaktion umgestellt: Kunden egal welcher Karten/Statusfarbe konnten die entsprechenden Lounges nur nutzen, wenn auch ein Flugticket vom selben Tag vorgelegt wurde.

Auch die Beförderungsgarantie für Silber-Kunden wurde gleichzeitig "entsorgt" und durch den Begriff der Wartelistenpriorität ersetzt.

Die Leistungen der Deutschen Bahn AG sind in Deinen Gedanken immer präsent.

naja - ex negativo eben. Ich besitze als Langstreckenindividualreisender kein Kfz, die Bahn ist für mich derzeit "alternativlos". Bei meiner materiellen Ausstattung und meinen persönlichen Mobilitätsbedürfnissen schließen sich Bahn *und* PKW aus - gegenwärtig nutze ich eben zu reellen Preisen die Bahn.

Eine scheinende silber-Karte mit ein paar Cent Produktionskosten ist aber für viele Kunden ein wirkliches Status-Symbol. Bei Berechnung auf Kalenderjahresbasis werden dann eigentlich nicht notwendige Umsteigeverbindungen gebucht, wenn die Qualifizierung nach Flugabschnitten nicht erreicht werden würde.

Irgendwo hat es für die Mehrzahl der Kunden schon eine Attraktivität. Deshalb ist ja wohl auch bahn.bonus comfort entstanden.

Wenn die Bahn Glück hat, nimmst Du sogar eine Freundin auf den nächsten Wochenendausflug mit. Und dann nicht mit dem "Fern"bus, sondern einem weißen Produkt von DB Bahn!

Die Bahn hat Glück mit mir. Zumal die Fernbusreisezeiten bei den von mir(uns) befahrenen Strecken/Entfernungen schlichtweg grotesk sind und bei den gelegentlich befahrenen Kurz- und Mittelstrecken dank verschiedenster BCs schon kaum mehr Preisvorteile bieten.

Als taktische Maßnahme würde ich die bahn.bonus comfort silber-Schwelle allerdings auf 2.222 Punkte anheben. Dann muss musicus zwei Wochenendausflüge pro Jahr mehr kaufen :-)

a) komme ich auch da locker drüber

Ja. Aber die Idee dürfte doch klar sein: Wenn es knapp wird, dann entscheidet man sich halt für das Verkehrsmittel, für welches man sich requalifizieren muss.

Dies ist natürlich im Luftverkehr bedeutender, wenn ab silber beispielsweise 25 % mehr Prämienpunkte gesammelt werden. Etwas, was bahn.bonus oder Membership Rewards komplett abgeht.

b) würde ich den comfort-Status nur selten vermissen, da ich darin (ich will mich nicht zu ausführlich wiederholen) kaum Mehrwert oder gar Bindungseffekte erkenne. Die drei bis fünf Kaffees, die ich jährlich in der Lounge einnehme, sind wohl tatsächlich längst von mir finanziert.

Finanziert schon. Es ist aber tatsächlich ein netter Rückzugsort, auch wenn Du an einem Tag nur mal mit der S-Bahn zum Wochenendeinkauf fährst. Mal kurz die Füße entlasten, eine saubere Toilette finden und einen Kaffee trinken.

Nette Geste des Mobilitätsdienstleisters Nr. 1.

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