Ansatz: ITF für Mittelstreckenverkehr statt Fernverkehr (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 24.11.2010, 09:24 (vor 5600 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 24.11.2010, 09:27

Hallo naseweiß,

Der Unterschied zwischen IC (IC mit Halte) und IRE ist sehr gering, da der IRE nur genau die drei erwähnten Halte hat.

Das darf verkehrstechnisch stimmen, aber Otto Normalbahnfahrer kommt mit seiner Verbundkarte nicht in den IC, dafür aber in den IRE.

Genauso ist der Unterschied zwischen RE und RB nicht mehr so groß, der RE ist einfach die bessere RB mit ein paar weniger Halten.

Wenn die neue Rennbahn in Betrieb geht, kann man Verkehre trennen; denkbar wäre ICE halbstündlich in 30 Minuten, IC250 (Halt in Flughafen) halbstündlich in 45 Minuten.
Auf der Altstrecke kann man dann einen halbstündlichen Mittelstreckenzug anbieten sowie eine halbstündliche Regionalbahn. Mit 2 Strecken und jeweils 2 Zuggattungen pro Strecke lässt sich der ITF besser gestalten.

Im Prinzip finde ich diese Aufteilung gut. Im Detail:

1) FV ohne Halt, 30-min-Takt, Fahrzeit 28-33 min (je nach S21/K21, je nach Leistungsgewicht), Kantenzeit 30/45 min

2a) FV mit 1 Halt, 60-min-Takt (fällt während SVZ weg), (S21: Flughafen, 36 min), (K21: Wendlingen, 38 min), Kantenzeit 45 min
2b) NBS-RE, 1-4 Halten (Flughafen(nur S21), Wendlingen, Kirchheim, Merklingen (vgl. Allersberg/Kinding auf Nürnberg-Ingolstadt)), 60-min-Takt, Fahrzeit etwa 40-50 min, Kantenzeit 60 min

Es wäre wünschenswert, wenn die Kantenzeit von 60 Minuten mit vmax = 160 km/h machbar ist. Sollte eigentlich kein Problem sein; s.i.w. ist die Strecke Stuttgart-Ulm 100 km, wenn man dann 3-4 Zwischenhalte hat, ist das etwa 20-25 km Halteabstand. Das ist etwa gleich mit unseren ICs und die fahren mit vmax = 140 km/h wobei sie immer noch eine vdurch von 100 km/h erreichen.
Das einzige, woran es scheitern könnte, wäre die wohl geringere Beschleunigung der 146 + 5 Dostos in Vergleich zum VIRM-6 (der zwar weniger Leistung aber dafür verteilten Antrieb hat).

Wenn ja, dann kann man das vorhandene RE160-Fahrzeugmaterial (z.B. 146 + Dostos) einsetzen und braucht man keine spezielle Fahrzeuge für 200 km/h zu beschaffen.

3) Filstal-RE, min. 3 Halte (Plochingen, Göppingen, Geislingen), 60-min-Takt (30-min-Takt nur zur HVZ), Fahrzeit rund 60 min, Kantenzeit 60/75 min

4) Filtstal-RB, teilweise nicht alle Halte, 30-min-Takt (zur SVZ nur 60-min-Takt), Kantenzeit 90/105 min

SVZ = Schwachverkehrszeit, Spitzenverkehrszeit oder...?

Also:

'01 Abfahrt Zug 1, Ankunft '29
'05 Abfahrt Zug 2a, Ankunft '41
'31 Abfahrt Zug 1, Ankunft '59
'35 Abfahrt Zug 2b, Ankunft '25 (Zwischenbahnhöfen habe so eine Umsteigeverbindung mit Zug 1 im Zielort)

Sind die Zwischenhalte auf der Rennbahn tatsaechlich geplant?

Ein Deutschland-ITF ist in der Tat nicht einfach, schon allein, da es keine Ausbau-Planungen mit Blick auf den ITF gibt. Und auch auf die geplanten Ausbauten kann man nur Wetten abschließen, ob sie überhaupt kommen. Deshalb habe ich ja auch hier versucht die kleinen Unterschiede zwischen S21 und K21 mit darzustellen.

Ich habe einiger Zeit durch den Fahrplan rumgestöbert. Viele Fahrzeiten liegen gerade oberhalb einer Knotenzeit, wobei es allerdings sehr schwierig ist, die wenigen Minuten für eine perfekte Kantenzeit zu gewinnen.
Z.B. Koblenz-Mainz = Fahrzeit 50 Minuten, Systemzeit 52 Minuten. Für die erwünschten 45 Minuten wäre Neigetechnik oder Wankkompensation notwendig. Erstere würde eine relativ teure Streckenanpassuing bedeuten, letztere die Beschaffung einer neuen Fahrzeugklasse.

Andererseits gibt es sehr gute Möglichkeiten, wenn man den ITF nicht für den Fernverkehr sondern für einen neuen Mittelstreckenverkehr auslegt. Mit Extrahalten in Boppard und Bingen passen die 60 Minuten genau. Dieselbe 60 Minuten erreicht der heutige IC auch schon auf Köln-Koblenz mit den Extrahalten in Remagen und Andernach, wobei Remagen-Andernach 15 Minuten ist und Andernach-Koblenz auch.

Der Fernverkehr (vor allem die ICs) wäre mit mehr Korrespondenzen a la Mannheim wohl besser geholfen, z.B.:

1. Koblenz/Wiesbaden - Mainz - Mannheim/Mainport
2. Mainz/Frankfurt - Heidelberg - Karlsruhe/Stuttgart
3. Mainport/F Hbf - F Süd oder Hanau - Fulda/Würzburg

Funktioniert bei uns ja auch:

1. Schiphol/Amsterdam - Utrecht - Eindhoven/Nijmegen
2. Schiphol/Amsterdam - Amersfoort - Zwolle/Enschede
3. Utrecht/Rotterdam - Eindhoven - Sittard/Venlo


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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