Armselig: dem Zugpersonal die Verantwortung aufbürden. (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Donnerstag, 11.08.2022, 13:24 (vor 52 Tagen) @ Proeter

Hey.

Maßgeblich sind die Beförderungsbedingungen, nicht eine eventuell fehlerhafte Pressemitteilung mit womöglich unvollständigen Zitaten.


Nun, rein rechtlich stimmt das zwar, aber das wäre eine gehörige PR-Katastrophe, wenn man diesen entscheiden Teil nicht so umsetzt, wie in der pompösen PM angekündigt. Warum sollte eine PM falsch sein bzw. ein Mitglied des eigenen Konzerns falsch/unvollständig zitieren?

Das ist doch alles eh völlig inakzeptabel. Das Zugspersonal soll kulant sein.

Dann bekommt das mal wer anders mit und will auch Kulanz, auch wenn ihm die gar nicht zusteht. Krawall. Zirkus. Beschwerde. Und das Zugspersonal darf antreten und sich rechtfertigen.

Zumal es sich dann ja jetzt vor jedem Halt informieren muss - oder informiert wird??? -, welche Anschlüsse nun nicht buchbar wären und Kulanz gilt. Eine Umstiegszeit von einer Std kann ich ja auch künstlich erzeugen. Dann fahre ich trotzdem ne Stunde früher und sage, hat die Auskunft eben mit Aufenthalt gebucht, obwohl sie das gar nicht hätte, hätte der Kunde es nicht eingegeben.

Klar, auch einer dieser theoretischen Fälle.

Und vom Grundsatz mag ich es, wenn man dem Zugspersonal Verantwortung und Entscheidungsfindung überläßt. Nur weiß ich natürlich auch, wie Vorgesetzte gerne mal reagieren, wenn Kunde nölig wird oder müsterie kaßtumer war.

Dass man nebenbei die Zugbindung immer weiter ad absurdum führt - und dann mancher Kunde auch Kulanz einfordert, wo ihm gar kein Recht zusteht, ist absehbar.

Das einfachste für's Personal ist also, was viele heute schon machen: einfach alles ignorieren und/oder einfach durchwinken. Passt schon ...

Aber um das zu erkennen, ist man in der Plüschetage zu weit weg von der Front.

Schöne Grüße von jörg


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