OT: Kanzlerkandidaten und Staatsmänner(/-frauen) (Allgemeines Forum)

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Freitag, 23.10.2020, 09:07 (vor 2000 Tagen) @ heinz11

Nicht zu vergessen ist, daß alles was Söder unternimmt oder auch läßt, schon im Hinblick auf das Wahlvolk abgewogen wurde. Zwar bestreitet er er eine Kanzlerkandidatur vehement. Aber zum einen kommt der hinterfotzige Mittelfranke meist spät mit seinen "Ideen" um die Ecke, und zum anderen ist die Beeinflussung der Maßnahmen durch die Wahl unübersehbar.

Nicht zu vergessen die Wortwahl: Hinter Aussagen wie "Da werden wir aber die Zügel mal anziehen", steht schon ein entsprechendes, durchaus absolutistisches Staats- und Regierungsverständnis. Und es ist wie bei Trump: Es gibt ne Menge Leute, denen diese Art des selbstherrlichen Regierens gefällt.

Ja, das wird definitiv spannend im kommenden Jahr. In der CDU sehe ich unter den Vorsitz-Kandidaten eigentlich keinen, den ich mir als Kanzler der Bundesrepublik vorstellen könnte. Wenn es also um einen Unions-Kanzler-Kandidaten geht, würde ich da Söder tatsächlich favorisieren. Jens Spahn ist vielleicht auf einem guten Weg, aber im kommenden Jahr kann ich mir das einfach noch nicht vorstellen, geschweige denn kandidiert er als Vorsitzender, er unterstützt ja Laschet. Blackrock-Merz und Nato-Röttgen haben Denkmuster aus vergangenen Jahrzehnten, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie diese die 20er Jahre positiv prägen können/sollen. Und damit wären wir bei Söder ... geeigneter Kandidat durch die Schwächen der Mitbewerber.
Und wen gibt es in den anderen Parteien? Scholz würde ich als guten CDU-Kandidaten sehen, ob er ggf. - wenn die Wahlen es am Ende hergäben - eine rot(-rot?)-grüne Regierung führen könnte, da habe ich Zweifel. Eher als die Linke könnte da schon fast eine Ampel-Koalition in Betracht kommen, wenn die FDP sich nicht noch in die Bedeutungslosigkeit katapultiert...
Oder, wenn die Grünen ein Comeback feiern und doch eine Mehrheit erlangen, Harbeck oder Baerbock? Kann ich mir beide im Moment schwer vorstellen, Kretschmann wiederum wäre denkbar und auch überparteilich angesehen/tragbar (und würde vielleicht zusätzliche Wählergruppen ansprechen).


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