Für einen sauberen Taktverkehr (Allgemeines Forum)

Reisender, München, Sonntag, 19.05.2013, 08:34 (vor 4739 Tagen) @ Holger2

Mein Vorschlag:

Linie 41.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Essen
Linie 28.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Berlin

Linie 25.1 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - Hamburg
Linie 25.2 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - Bremen

MüNEx München(:35) - Petershausen - Pfaffenhofen - Wolnzach - Ingolstadt(:23/:35) - I.Nord - Kinding - Allersberg - Nürnberg(:18)

Ich vermute mal, dass sich deine Vorschläge auf die Jahre ab 2017 beziehen, also auf die Jahre ab der voraussichtlichen Inbetriebnahme der SFS Ebensfeld-Erfurt, da deine Linie 28.1 im Gegensatz zu heute in den 00-er Knoten Nürnberg fährt.

Abgesehen davon, dass es den Bahnhof Wolnzach schon seit Jahren nicht mehr gibt, hast du offenbar auch übersehen, dass es noch die Regionalbahnlinie München-Ingolstadt-Treuchtlingen (-Nürnberg) gibt, die in den 30er Knoten Ingolstadt fährt und die übrigens nicht um 30 Minuten versetzt fahren kann. Deshalb ist für den München-Nürnberg-Express erstens nicht die von dir vorgesehene Trasse frei und zweitens soll es zwischen München und Ingolstadt auch im Regionalverkehr einen Halbstundentakt geben.

Die Linie 25 im 00er-Knoten Ingolstadt ohne Halt durchfahren zu lassen ist wiederum ein grober Fehler. Für München-Nürnberg-Reisende bringt dies einen nur unerheblichen Zeitgewinn von etwa zwei Minuten, während Reisenden aus der Region Ingolstadt die Nordanbindung genommen würde und sich viele Verbindungen damit erheblich verschlechtern würden. Bei der Linienplanung darf man derartige Auswirkungen nicht völlig außer Acht lassen.

Nochmals: bei der Fernverkehrsanbindung Ingolstadts besteht dringender Verbesserungsbedarf, nicht Verschlechterungsbedarf! Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie Städte am besten vom Fernverkehr abgeschnitten werden können, solltest du mal lieber überlegen, wie die Erreichbarkeit der Städte insgesamt verbessert werden kann.

Nimm dir mal die klugen Worte von Dr. Volker Kefer (Vorstand Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infrastruktur der DB) auf dem Diskussionsportal von Stuttgart 21 zur neuen „Haltepolitik“ der Bahn zu Herzen. Er schreibt dort: „Ein weiterer Stopp kostet immer einige Minuten, bietet jedoch den Reisenden bessere Verbindungen und es können so mehr Menschen mit der Bahn fahren.“

Würden deine Pläne Realität, dann könnten jedoch nicht mehr, sondern weniger Menschen mit der Bahn fahren. Das können allenfalls Autofans, nicht aber ICE-Fans wollen.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf


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