Für einen sauberen Taktverkehr (Allgemeines Forum)

Reisender, München, Sonntag, 12.05.2013, 16:58 (vor 4742 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von Reisender, Sonntag, 12.05.2013, 17:02

Der langsame ICE, der in Ingolstadt hält, fährt in Nürnberg Richtung Süden 3 Minuten nach dem schnellen ICE, der in Ingolstadt durchfährt, ab. Dann ist es völlig ausreichend immer den langsamen ICE in Nürnberg in Richtung Süden 3 Minuten nach dem schnellen ICE abfahren zu lassen. Die übrigen zwei ICEs sollten aber ohne Halt in Ingolstadt durchfahren.

Bei der Bündelung und Überlagerung von Linien entsteht grundsätzlich nur durch ein einheitliches Halteschema ein sauberer Takt. Ein Konzept mit langsamen und schnellen ICEs ist Murks. Außerdem geht es darum auch für die Mitte Bayerns ein attraktives Angebot aufzustellen und kein Schrumpfangebot.

Schon jetzt ist der Ingolstädter Hauptbahnhof der ICE-Großstadtbahnhof mit den meisten planmäßigen ICE-Durchfahrten (noch vor Wolfsburg). Wenn ich dich richtig verstehe, willst du diese ICE-Durchfahrten nochmals erhöhen. Sollten deine Vorschläge Realität werden, fahre ich nicht mehr Bahn. Anscheinend willst du, dass die Leute Auto fahren oder wie soll ich deine Vorschläge sonst bewerten?

Die Welt dreht sich nicht um Ingolstadt alleine. (...) Man sollte nicht alles aus der Ingolstädter Perspektive sehen.

Keine Sorge, dass mache ich nicht. Es kann aber auch nicht sein, dass Ingolstädter Reisende völlig auf der Strecke bleiben.

Wenn ab Dezember 2017 vier ICEs zwischen Nürnberg und München fahren werden, dann müssen die anderen beiden ICEs selbstverständlich durchfahren.

Selbstverständlich nicht. Ein in Ingolstadt durchfahrender ICE schadet mehr als er bringt (2 Minuten Fahrzeitgewinn).

Außerdem kann es nicht sein, dass Ingolstädter Reisende hohe Fahrpreise (inklusive Schnellfahrzuschlag) bezahlen müssen, gleichzeitig aber nicht von dem vorhandenen Angebot profitieren können. Wer das Angebot um die Hälfte oder gar noch mehr kürzt, muss auch die Preise entsprechend reduzieren. Ansonsten ist das Beschiss und eine tiefe Ungerechtigkeit!

Halte in Aschaffenburg, Hamm, Ingolstadt, München Pasing, Hamburg Harburg, Lüneburg, Uelzen usw. waren früher die absolute Ausnahme bzw. völlig undenkbar. Heute halten die ICE fast an jeder Milchkanne. ;-)

Ingolstadt ist keine „Milchkanne“. Die Vergleiche mit den anderen Städten hinken. Aschaffenburg ist gerade einmal halb so groß wie die wirtschaftlich erfolgreiche „Boomtown Ingolstadt“.

Von Pasing oder Harburg bin ich relativ schnell mit der S-Bahn am nächsten Fernverkehrsbahnhof. Das ist in Ingolstadt völlig anders, zumal es auf der NBS Nürnberg-Ingolstadt auch nur alle 2 Stunden einen RE gibt.

Woher kommt eigentlich diese unglaubliche Diskriminierung Ingolstädter Reisender? Ist es Tatsachenunkenntnis oder Böswilligkeit?

Man sollte eine Qualitätsmarke nicht durch eine unsolide Haltepolitik verwässern. Es war eben ein schwerer Fehler das IR-System aufzugeben.

Richtig, dass IR-System fehlt. Solange es aber keinen adäquaten Ersatz gibt, muss dies zwingend mit einer großzügigeren Haltepolitik bei ICE und IC ausgeglichen werden, um nicht ganze Regionen vom Fernverkehr abzuhängen.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf


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