Eine Schienenautobahn reicht für Deutschland? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 24.09.2012, 20:33 (vor 4955 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Deutschland ist kein Ausland.

Sehr schöner Spruch! Es kommt aber immer auf die Perspektive an. Z.B. für dich ist es ja gerade Ausland.

Gefällt mir.
Gemeint war natürlich der Kontext von rico78s Beitrag.

Deswegen würde eine sehr lange Schienenautobahn in Bananen-Form reichen:

Hamburg/Berlin - Hannover - Dortmund - Köln - Frankfurt - Stuttgart - München

Schließlich ist man mit Schienenautobahnen auch bei Umwegen schneller. Hamburg-München wäre noch deutlich schneller als heute mit der direkten SFS Würzburg-Hannover, da man einfach durchgehend 300 km/h fahren könnte.

Leider ist Hamburg-NRW-München kein Lyon-Paris-Bordeaux.

In Frankreich sind die Relationen Paris-Lyon und Paris-Bordeaux viele Male stärker nachgefragt als Lyon-Bordeaux. Die paar Fahrgäste Lyon-Bordeaux kann man mit diesen Verbindungen leicht mitnehmen (ggf. mit Umstieg in Massy); direkte Flieger hat man hier vermutlich nur wenige.
Dagegen ist Hamburg-München stark beflogen und wohl genauso stark nachgefragt wie NRW-Hamburg und NRW-München.

Zu Deinem Vorschlag: die größte Hürde durfte nicht die Auslastung oder Finanzierung, sondern die abhängungsbefürchtete Lokalpolitik sein, die man überzeugen müßte.
As Ersatz werden die Bundesländer dann wohl Bahnhöfen an Deiner Schienenautobahn fordern, z.B. "Soltau ICE", "Hannover Flughafen/Langenhagen ICE" usw. Damit geht der Vorteil der Schienenautobahn wieder zunichte.

Der leichteste Anfang wäre schon das Upgrade der vorhandenen Rennbahnen zu Schienenautobahn. Also Umfahrungen von Göttingen, Kassel, Fulda und Würzburg sowie Verbindungsstrecken von K-F auf die neue Ried-Rennbahn und der Mannheim-Bypass.
Die "Schienen A8" Stuttgart-Ulm kann man danach nach München verlängern, mit Ausfahrten bei Ulm und Augsburg.
Das Angebot Köln-München könnte man dann verteilen über A. nonstop, B. Halt in Frankflug und Stuttgart und C. Halt in Siegburg-Frankflug-Mannheim-Stuttgart-Ulm-Augsburg-Pasing.

Und auf der Achse München-Hamburg gäbe es nach Vollendung z.B.:

München-Hamburg nonstop
München-Hannover nonstop, danach Zugtrennung und als IC nach Celle-Uelzen-Lüneburg-Hamburg und Nienburg-Verden-Bremen-Oldenburg
München-Kassel nonstop, über Altstrecke nach Hannover, dann nonstop nach Hamburg

Sollte das Konzept erfolgreich werden, kann man danach die "Schienen A2" NRW-Berlin bauen, mit nördlicher Umfahrung von Hannover.
Die jetzt in Hannover endende "Schienen A7" wird via eine westliche Umfahrung via Weetzen, "Seelze West" und der Hannoveraner Flughafen nach Hamburg verlängert.
Dann hat man Dortmund-Hamburg und Dortmund-Berlin nonstop. In Hamm, Bielefeld, Hannover, Wolfsburg und Stendal gibt es dann Ausfahrten.

Ab Berlin gibt es dann z.B.:

Berlin-Köln nonstop
Berlin-Bielefeld nonstop, weiter als IC nach Köln via Ruhrbahn
Berlin-Hannover nonstop, weiter als IC nach Bielefeld, dann nonstop nach Köln

Aber wir wissen schon, dass die Bahn mit den IC250 von der Gedanke des Ultrafernverkehrs getrennt hat, also ist das ganze zumindest den nächsten 20 Jahren nicht mehr zu erwarten.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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