Warum dann nicht gleich vmax 190-Züge für den HGV? (Allgemeines Forum)

Reisender, München, Montag, 24.09.2012, 07:59 (vor 4956 Tagen) @ Hauke

Es hat durchaus ökologische gründe, dass zwischen Hamburg und München "nur" noch 249 gefahren werden soll.

Das ist der Anfang vom Ausstieg aus dem HGV-Verkehr in Deutschland. Neue ICE 3 (BR 403) werden nicht mehr angeschafft. Die BR 407 sind vorallem für Fahrten ins Ausland vorgesehen. Wenn das so weiter geht, dann haben wir in Deutschland bald nur noch Züge mit vmax 190.

Als im Rahmen des ICx-Deals der Bahn mit Siemens die ersten Details in der Presse bekannt wurden, war zunächst noch von einer "Option" auf 280 km/h die Rede. Später hieß es dann, dass es nur noch 250 km/h sein sollten, die letztendlich auf 249 km/h abgerundet wurden. Wie diesem Artikel zu entnehmen ist, werden es aber im täglichen Betrieb de facto allenfalls 240 km/h werden.

So kann der Zug einfacher konstruiert werden (geringere TSI-Norm) und der Energieverbrauch ist bei 249 Km/h wesentlich geringer als bei 280 Km/h, die sowieso keinen signifikanten Zeitgewinn bringen würden, da z.B. zwischen Hannover und Würzburg die Tunnel nur mit 250 Km/h befahren werden dürfen und somit ständig abgebremst und wieder beschleunigt werden müsste.

Wenn während der Fahrt mal kurz von 280 auf 250 km/h heruntergebremst und später wieder beschleunigt wird, so empfinde ich dies als Fahrgast nicht weiter tragisch. Viel ärgerlicher finde ich da, wenn der Zug mitten in der Pampa z. B. von 160 km/h auf Null bremst und dann eine gefühlte Ewigkeit vor einem roten Signal herumsteht. Sind insofern nicht auch Signale ökologisch problematisch? Jedenfallls wäre ich dafür mal eine intelligentere Lösung zu suchen, damit Vollbremsungen vor Signalen im Zugverkehr bald der Vergangenheit angehören.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf


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