Durchgangsbahnhof in Parallel-Tieflage (Allgemeines Forum)

bigbug21, Montag, 28.03.2011, 18:44 (vor 5489 Tagen) @ Steffen

Hallo Steffen,

[... Durchgangsbahnhof parallel zum S-Bahnhof ...]

Andererseits könnte die DB jetzt unter den geänderten Voraussetzungen den "Trumpf" aus dem Ärmel ziehen ;)
Denn offensichtlich (lt. Deinen Worten) sprachen nur/vor allem Kosten dieser Variante entgegen - und das bei den verhältnismässig niedrig angesetzten Kosten für S21 von damals. Ein Vergleich der Kosten mit "S21 Plus" nach heutigem Stand wäre sehr interessant!
Und ich bin mir sicher, sie könnte dann ohne große Gegenwehr bauen!

Für einen solchen Bau wäre zumindest ein neues Planfeststellungsverfahren sowie, darauf aufbauend, eine komplett neue Finanzierung erforderlich. Gerade die Stadt wäre sicher alles andere als erfreut, ihre Pläne der neuen Flächen in wesentlichen Teilen begraben zu müssen und auch die DB wäre sicherlich nicht erfreut, die laufende Durchführung des Projekts abzuwürgen und fast vollständig bei null anzufangen.

Wieso wird der Tunnel dann mehrere Kilometer länger? Mehr als einen Kilometer dürfte es nicht sein.

Eine schnelle Ausfahrt nach dem Vorbild des geplanten Fildertunnels erfordert Radien in der Größenordnung von zumindest 1.000 m (160 km/h), im weiteren Verlauf eher 2.300 m (250 km/h). Gegenüber der vergleichsweise direkten Ausfahrt Richtung Flughafen würde dieser implizit vorgeschlagene Bogen sicher mehr als einen Kilometer zusätzliche Trasse bedeuten. Wie viel genau, das hängt wiederum unter anderem von den Anhydritvorkommen ab, die bei dieser Trasse offenbar weitgehend von vorne zu erkunden wären...

Ich könnte *******, dass die DB bis heute nicht in der Lage ist, diese elementaren Grundlagenuntersuchungen offenzulegen. Andere Verkehrsprojektträger sind da längst weiter.


Die DB scheint aus der Schlichtung nichts gelernt zu haben: Nachdem vor einer(?) Woche die Grünen ihren selbst in Auftrag gegebenen Stresstest vorgelegt haben, war von der DB zu hören, dass das Ergebnis überhaupt nicht stimmt - als Beweis dient ein fertiger Fahrplan für das Jahr 2020, den man aber nicht rausrücken möchte.

Ja, diese Nahezu-Null-Kommunikation ist sicher ein Teil des Problems. Kommunikationsleute, deren Eisenbahn- und Projektkenntnisse sich umgekehrt proportional zu der Zahl der ihnen gegenüber stehenden Hierarchien und Entscheidungsstufen bewegt, sollen kurzfristig eine solide Sachkommunikation gegen so genannte Verkehrsexperten betreiben, die Papiere zunächst an die Presse geben und erst einige Tage der DB übergeben. Eine Sachdiskussion sieht fürwahr anders aus.

Viele Grüße aus Dresden
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten


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