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bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:01 (vor 5553 Tagen) @ Fabi

Hallo Fabi,

(... Nachteile für Bahnkunden ...)

Sponatn fallen mir ein:

- Dunkelheit/Enge: Ich kenne es aus Bern und es ist gar nicht toll, im Tunnel anzukommen und dann in der Enge zum Ausgang zu laufen.

Der neue Stuttgarter Durchgangsbahnhof entspricht ungefähr den Ausmaßen von Berlin Hbf (tief). Findest du es dort heute eng und dunkel?

- Zugang: Man kann heute noch ohne Rolltreppen/Lift zu benutzen zum Bahnsteig kommen.

Stimmt. Dabei ergeben sich im Extremfall Laufwege von fast einem Kilometer (Mitte Klettpassage zum Ende von Bahnsteig 15/16).

Gerade weil in den nächsten Jahren immer mehr ältere Menschen in unserer Gesellschaft leben, sind die insgesamt deutlich kürzeren Wege des Durchgangsbahnhofs ein klarer Vorteil.

- Gleise: Die acht Gleise reichen bei der betrieblichen Leistung niemals, bzw. die ganzen Regionalanschlüsse müssen aus Platzgründen davon fahren.

Die Leistungsfähigkeit des Durchgangsbahnhof wurde von Professor Martin mit rund 70 Zügen je Stunde angegeben. Selbst wenn man etwas längere Haltezeiten veranschlagt und die Betriebsqualität ebenfalls mit betrachtet, scheint es nicht unrealistisch, jedes Gleis alle 10 bis 15 Minuten mit einem Zug zu besetzen.

Die Qualität eines Fahrplans hängt _nicht_ davon ab, wie viele Züge möglichst lange gleichzeitig in einem Bahnhof stehen. Vielmehr sind die tatsächlichen Übergangszeiten sowie die Anschlusssicherheit interessant. Ein gut gemachter Fahrplan kann durchaus auch in einem Kopfbahnhof funktionieren.

- Platz: Es gibt keinen Platz mehr um Sonderzüge warten zu lassen. Egal ob Fussball oder Kirchentag.

Wieso? Die Grundlast des geplanten Durchgangsbahnhof soll irgendwo in der Größenordnung von 35 Zügen pro Stunde liegen. Genauso wie heute wird man zur Spitzenstunde kaum eine halbe Stunde einen Sonderzug in ein Gleis stellen können, aber sonst?

Da kann amn beliebig weitermachen. Details sind ja nicht bekannt, aber wird es z.B. eine Lounge mit Tageslicht geben?

Warum nicht? Die Lounge könnte am heutigen Standort bleiben oder auch in das nördliche Bahnhofsgebäude ziehen. In der Bahnsteighalle sind meines Wissens keine größeren Bauten vorgesehen.

Viele Grüße aus Dresden
Peter

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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten


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