All diese Neubaustreckenvorschläge sind Kappes (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 30.09.2010, 19:13 (vor 5687 Tagen) @ TheFons

Es ist keine Neubaustrecke in Norddeutschland notwendig. Auf die Y-Trasse sollte verzichtet werden.

Zunächst einmal bestehen massive Engpässe im Norden und Lösungsansätze sind gefordert.
Dazu gehört nicht einfach nur die notwendige und wichtige Y-Trasse, man sollte sich nicht so sehr darauf fixieren.

Nach meine Auffassung gibt es nur ein vernünftiges, realitäts- und zukunftorientieres Ausbauprogramm für Bahnstrecken in Norddeutschland :

ahja.....

a) 230 km/h Ausbau Dortmund-Hamburg (oder zumindest Osnabrück-Hamburg); dazu viergleisiger Ausbau Rotenburg-Hamburg (2 Personengleise, 2 Gütergleise) incl. Ausbau des Nadelöhrs Bucholz

b) 230 km/h Ausbau Hannover-Hamburg; punktuell Legung eines Dritten oder vierten Gleises

c) Zweigleisiger Ausbau Rotenburg-Verden und Nienburg-Minden für 140 km/h; damit Schaffung einer weiteren komplett mindestens zweigleisigen Strecke Hamburg-Hannover

a) Dortmund-Bremen hat sicher nichts mit der Y-Trasse zu tun
und Lauenbrück - Hamburg ist Teil des Y, das 4.Gleis, Überwerfungsbauwerke etc.

b) wenn man sowieso 2 zusätzliche Gleise baut neben der Bestandsstrecke, dann hat eine 230 km/h Trassierung keinen Sinn (die innerhalb der Siedelungen eh nicht möglich wäre). Einfach ein einzelnes weiteres 3.Gleis reicht vorne und hinten nicht aus.

c) Rotenburg-Verden als ab-und-zu Ausweichtrasse ist ganz nett, aber mehr auch nicht. Nienburg-Minden kann mit HB/HH-H nichts zu tun haben - eher was mit der Relation Hamburg-Dortmund. Da sehe ich den Bedarf aber nicht.

Hätte man sich schon vor Jahren von der Y-Trasse, an der die Politik mit geradezu fanatischer Verbissenheit festhält, verabschiedet, dann könnten a-c) schon fertig sein.

Wo hat denn bitte schön diese ach so "blöde dumme" Politik sich für die Y-Trasse eingesetzt?
Hätte die Politik mit geradezu fanatischer Verbissenheit die Y-Trasse forciert und vorangetrieben, dann wäre die schon sein 10 Jahren in Betrieb. Das Gegenteil ist aber der Fall - sie wird auch in 10 Jahren noch nicht in Betrieb sein.
Und Vorhabenträger ist nicht die Politk, sondern die Bahn - und auch die hat in der Vergangenheit nun auch nicht gerade alles daran gesetzt, dieses Projekt besser gestern als heute umzusetzen.
Und der Nebensatz, die Schlussfolgerung ist genauso Quatsch. Die Y-Trasse steht ja auch nicht in Konkurrenz zu anderen, teils zu ihr unabhängigen Vorhaben. Der Logik zufolge dürfte jetzt nicht am 3.Gleis zwischen Stelle und Lüneburg gearbeitet werden.

Wirkung von a) Reisezeitverkürzung Hamburg-Dortmund von 22-25 Minuten.

ähm, was? hö?
Du meinst wohl eher 2,2-2,5 Minuten -.-

Wirkung von a) und c): Führung der meisten Güterzüge Hamburg-Hannover über Verden anstatt über Uelzen.

ahja..... und was sollte den Güterzügen das bringen? Den allermeisten würde das sicher nicht gefallen. die wollen nach Lehrte, nicht nach Minden.
Und wozu denn dann noch das 3. und 4.Gleis auf der Bestandsstrecke? Macht dann doch kein Sinn mehr in der Logik.

Wirkung von c) Reisezeitverkürzung Hamburg-Hannover auf ca. 60-65 Minuten (damit nur ganz wenige Minuten langsamer als bei der Y-Trasse).

Bei Führung über Nienburg & Minden wirste eher 120-130 Minten brauchen, also mehr als doppelt soviel wie bei dem Y-Planfall.
Eine NBS nahe bzw. parallel der Bestandsstrecke wird sicher ein paar Minuten Reisezeitverkürzung gegenüber dem IST-Fall bringen, aber bestimmt nicht so deutlich wie beim Y-Planfall.

Die Verwirklichung von a) bis c) dürfte kaum mehr kosten als die Y-Trasse und bietet zugleich unzählige Vorteile. Nichtzuletzt Planungaufwand, Planungszeit und rechtliche Probleme sind bei einen Streckenausbau als dramatisch geringer zu betrachten als bei einen Neubau.

Deine Vorhaben liegen klar erheblich über dem nötigen Investitionsanstz der Y-Trasse, 10 Mrd Euro solltest Du da vllt. schon übrig haben.^^
2 neue zusätzliche Gleise sowohl neben der Bestandsstrecke HH-H als auch HH-HB-DO entlang zahlreicher etlicher Siedlungen ist erheblich aufwendiger und umfangreicher als eine direkte Neutrassierung mit Nutzung von vorhandenen Strecken.


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