Alles unter 10 Minuten Übergang sind Papier-Anschlüsse (Reiseberichte)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 06.06.2021, 02:29 (vor 1752 Tagen) @ gnampf

und das heißt? Man sollte da dann lieber freiwillig 1h08m Wartezeit einplanen statt 08m? Was hätte man davon? Man ist dann garantiert 1h später am Ziel, wird dafür nichtmals entschädigt, etc. Dazu darf man sich dann bei jedem Umsteigen die zusätzliche Stunde vertreiben, was allein schon unlustig ist, mit Kindern wohl noch mehr. Wenn dann noch mehr als 1 mal umgestiegen wird auf einer längeren Strecke erreicht man dann schnell Fahrzeiten die komplett indiskutabel sind. Mit der Logik kann man die Bahn dann auch einfach abschaffen.
Und ja, in den meisten Fällen hat man nunmal nur die Wahl zwischen 08m und 1h08m, da man schon froh sein kann wenn was im Stundentakt fährt und man nicht 2h warten muß.

Wenn es nicht anders geht, hat man eh nur die Wahl zw. freiwilligen oder unfreiwilligen ~52 Minuten Übergang, die auf dem Papier 5 Min. waren. Durch die verspätete Ankunft sind ja schon einige Minuten vergangen. ;)
In vielen Fällen gibt es aber auch Alternativen mit ganz anderen Strecken. Wenn man z.B. nach Pfarrkirchen an der Rottalbahn will und die Übergangszeiten im Mühldorf nicht mag, dann fährt man eben via Plattling und Passau und kommt aus der anderen Richtung dort an.
Oder Tübingen. Das kann man nicht nur aus Richtung Pochingen, sondern auch aus Richtung Sigmaringen und Richtung Horb erreichen...
Oder man verteilt die Umstiegszeiten und steigt schon früher aus und wartet vlt. 30 Min. an einer Station, wo normal nicht umgestiegen wird, also z.B. an der Filstalbahn in Göppingen raus und dort ~15 Min. Pause einlegen bis der nächste Zug kommt.
Wenn man sich für Bastelverbindungen Zeit nimmt, bekommt man das meistens schon so hin, dass man nirgends über 60 Min wartet und trotzdem kein <10 Min Paperanschluss dabei ist. Wenn man die Umstiegszeiten bei der Buchung anpasst, wird das ohnehin bereits so berücksichtigt.
Oder man plant knapp unter 2h Pause in München ein und nutzt die zum essen oder shopping, wenn ich unbedingt ausschliesslich in IC-Wagen fahren wollte und nur die Kombination aus MNX & IC-Linie 60 in Frage kam, die jew. nur zweitündlich fuhren und sich aber vor München beim Hirschgarten planmässig begegneten und so die Anschlüsse knapp verpassten.
Letzendlich war mir Zeit nicht so wichtig, wie der Look und entspanntes Reisen. Ich ziehe keine Turnschuhe an nur um einen knappen Anschluss zu schaffen, sondern blieb an Endstationen ganz entspannt sitzen, bis alle anderen Fahrgäste damit fertig sind zu drängeln und auszusteigen. Da waren dann eh schon über 5 Min. verstrichen bis ich dann überhaupt mal angefangen habe, aufzustehen und meine Sachen zu packen. ;)
Jetzt bei NJT gibt es solche Probleme nicht, da die Takte fast überall deutlich unter 60 Min sind.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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