Nun ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Sonntag, 13.09.2020, 12:22 (vor 15 Tagen) @ Tubs

Hey.

Und natürlich muss es dringendst auch im Fernverkehr mehr Anbieter geben.
Kurzum: unterm Strich ist mehr Wettbewerb wünschenswert und würde gerade dem Fernverkehr >einen Schub versetzen. Denn nichts ist schlimmer als das de-facto-Monopol von DB FV.


Hier habe wir aber einen klassischen Zielkonflikt. Denn einerseits wollen wir - vollkommen zu Recht - einen Deutschlandtakt; sprich einen ITF

Ich will den bekanntlich nicht. ;-) Oder nur als allergröbsten Grundtakt.

Ich gebe mich allerdings auch nicht mit 30/60-Minuten-Takten zufrieden. Auf den Hauptstrecken muss alle 10 bis 15 Min ein Zug kommen. Auf Nebenstrecken MINDESTENS alle 20 bis 30 Min. Taktknoten braucht es dann nicht mehr. Der ITF ist Irrsinn pur. Am Knotenbahnhof brauche ich riesige Infrastruktur, damit alles kreuzungsfrei rein und raus kommt - gleichzeitig. Danach liegt alles bis zum nächsten Takt brach.

Das Problem ist aber dann, dass das Unternehmen (im Zweifelsfall DB FV), das die ITF-Trasse bekommt, einen klaren Vorteil hat, den es auch gemäß den Marktbedingungen ausspielen wird; im Zweifelsfall über den (höheren) Preis. Und genau das soll ja auch verhindert werden.

Also was bleibt? Linien ausschreiben? Wenn ja, wer soll das machen und zu welchen Bedingungen? Was wird dann aus der BC?

Es gibt 2 parallele Preissysteme. Den Deutschlandpreis, der immer überall bei jedem gilt. Daneben darf jedes Unternehmen seine eigenen Preise machen. Und mit anderen Unternehmen kooperieren ('das Eurobahn-NWB-Ticket', gilt dann nur da).

Trassen/Ausschreibung: ich denke revolutionär. Es gibt nur noch 3- bzw 4-teilige Fahrzeuge. Alle Fahrzeuge aller Hersteller müssen kuppelbar sein und on Grundfunktion gemeinsam betrieben werden können


Mit 3- und 4-Teilern kann ich jede Zuglänge außer 5 Wagen darstellen. Und dann vergebe ich eine Trasse mehrfach. Die Züge der Betreiber fahren dann vereint.

Um 11.40h in Osnabrück an Gleis 2 fährt ein:

Wagen 1 bis 4: ICE 2543 Stralsund Basel, DB
Wagen 5 bis 7: FLX 3214 Hamburg Köln, Flixtrain
Wagen 6 bis 9: LEO 7635 Bremerhaven Aachen, Leo-Express
Wagen 10 bis 13: ALX 6468 Bremen Saarbrücken, Länderbahn

Der Betriebsführer, der noch den Lokführer stellen muss, bekommt dafür einen Ausgleich.

In der Gestaltung der Züge und dem Preissystem ist jeder frei. Der Kunde hat die Wahl. Abgerechnet für das EVU werden die Fahrgeldeinnahmen. Jedes EVU muss ein Interesse dran haben, SEINEN Zug vollzubekommen.

Schritt 1: jedes Unternehmen reicht seine Trassenwünsche ein.

Schritt 2: wo die eingereichten Trassen nicht dem o.g. Mindestbedienungsstandards entsprechen, vergibt die Netz GmbH (die allen EVU gehört, entsprechend Aufträge bzw schreibt diese aus.

Im Ergebnis gibt es eine kunterbunte Eisenbahn mit kunterbunten Zügen und kunterbunten Preisen.

Ich glaube, die Diskussion steht da noch sehr am Anfang und noch längst sind nicht alle Dinge (auch unter den Bahnenthusiasten) zu Ende gedacht.

Das gebe ich gerne zu. Bis zum 5. Spiegelstrich habe ich das auch noch nicht durchdekliniert.


Schöne Grüße von jörg


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