Chancen für einen deutschen AVE S-104? (Aktueller Betrieb)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 10.02.2012, 10:23 (vor 5283 Tagen) @ ITF
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 10.02.2012, 10:24

Es gibt keine Halte zwischen Madrid und Toledo...

Hmmm, dachte Ciudad Real (Pendlersiedlung von Madrid) liege auf der Strecke.
Ist also offenbar nicht so, und wenn doch, dann hat Ciudad Real schon ihre eigenen Züge (Madrd-Toledo v.v. + Madrid-Ciudad Real v.v.).

Das sehe ich genau so. Wir brauchen spezielle Regionalverkehrsfahrzeuge für Köln-Frankfurt, die als RE249 alle Zwischenhalte bedienen.

Mal sehen.
Konzept wäre: hauptsächlich SFS/ABS befahren, daneben wie ein normaler RE.
Argumente dafür:

1. es gibt genug Strecken, die dafür interessant sein könnten.
a. Berlin-Hannover (Halt in Zoo, Spandau, Rathenow, Stendal, Wolfsburg).
ICE dann B.Spandau-Hannover nonstop, IC hält zusätzlich in Wolfsburg. Wenn ICE+IC Halbstundentakt, dann B.Spandau/WOB abwechselnd.
b. der aktuelle MüNüx (Weiterführung nach Erfurt mit Bedienung von Coburg, Neuerlebung des Rennbahnhalts Ilmenau?)
c. wenn Rennbahn F-MA fertig: Frankfurt-Stuttgart (Halt in Darmstadt, Mannheim, Heidelberg und Vaihingen).
ICE dann nur Halt in Mannheim, IC F-MA nonstop und danach Streckenführung via Heidelberg.

2. Fahrzeugmaterial ICx 5-teilig (man hat immerhin 253 Wochen, diese zu entwickeln), ggf. 4-teilig. Man kann also eine bereits vorgesehene Fahrzeugfamilie benutzen.

Argumente dagegen:

1. Diesel-ICE war auch vierteilig, aber nicht (eigen)wirtschaftlich zu betreiben. Lediglich ein Stromabnehmer montieren und Kraftstofftank entfernen würde also alle Probleme lösen?
2. in Deutschland wohl kein reiner Großstadtzubringerverkehr = auch signifikanter Zwischenverkehr -> ICx nicht auf starker Fahrgastwechsel berechnet.
3. nicht auf K-F verwendbar wegen kritischer Parametrisierung dieser Rennbahn.
4. Trassenpreise für NV zu hoch, und wenn FV (wie Avant in Spanien), dann weicht Otto auf den RE160 aus. Zwar Stehplatz, zwar langsamer, aber billiger, und wenn gut ausgelegt schon schneller als Auto.
5. Abkupplung von Städten vom Langstreckenverkehr. Aktuell kommt man noch von Stendal nach NRW ohne umsteigen, dann wohl nicht mehr.

Fazit:

Wirklich profitieren tun gerade die Langstreckenrelationen, weil die ICEs nicht mehr an kleinen Bahnhöfen halten. Für diese Zielgruppe wurde der RE250 aber nicht konzipiert.
Würde man den RE160 ordentlich ausbauen (etwa mindestens Halbstundentakt Berlin-Hannover via Magdeburg und die Strecke durchgehend 160 ohne Lafas), würden erheblich viel mehr Kunden profitieren, während man zugleich die dafür erforderlichen Fahrzeuge und Trassen billiger haben kann.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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