Wieviele Haltepolitiken? (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Montag, 28.02.2011, 23:47 (vor 5526 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Alphorn (CH), Montag, 28.02.2011, 23:48

Allerdings hat NS schon das "Dreigattungenmodell" verabschiedet. Drei Zuggattungen je 15 Minuten betrachtet das Unternehmen als störanfällig, zudem sei unser Land qua Siedlungsstruktur nicht für IC-IR-S geeignet. Jetzt schon halten die RB/S zwischen zwei "echten" IC-Bahnhöfen etwa 4-5x; in CH durfte diese Zahl signifikant höher sein.

Oh ja, der direkte IC Zürich-Sargans zum Beispiel durch- oder umfährt 29 Haltestellen, IC Zürich-Bern 26 Haltestellen, wenn man die neben der NBS zählt. Bekanntlich sind allerdings die Haltestellen in der Schweiz deutlich näher beieinander als in NL.

Der Vorteil von möglichst ähnlichen Haltepolitiken ist natürlich, dass die Züge mit ähnlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind und man so mehr Züge pro Gleis unterbringen kann. Das ist wohl in NL momentan die erste Priorität, wenn trotz Viertelstundentakt die Züge bereits voll sind.

Natürlich handelt man sich damit auch Nachteile ein: Die IC sind relativ langsam und die durch Sprinter bedienten Haltestellen relativ weit auseinander. Damit verliert man wohl viele Kunden, die zu Fuss oder mit dem Fahrrad zum Bahnhof gekommen wären - in der Schweiz hingegen, die sonst wenig fahrradfreunlich ist, wird bei jedem renovierten Bahnhof eine Fahrradstation gebaut.

Der Viergleisausbau Bern-Zürich sollte 2019 fertig werden, dann hat man in der Schweiz die Vorteile beider Lösungen (IC-Viertelstundentakt und hohe Haltestellendichte) - allerdings zu einem höheren Preis und viel später als NL.


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