Jugend vs. Auto (Sammelantwort). (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 23.11.2021, 11:13 (vor 11 Tagen) @ Der Blaschke

Artikel:

Nur eine Minderheit bringt die Kraft auf, sich der großen Herausforderung zu stellen und den eigenen Lebensstil aktiv zu verändern, obwohl sie das selbst stark befürwortet.

Das sehe ich nicht so sehr als Jugendproblem; es ist eher mensch-typisch.
Die Eltern sind da Vorbild.

Eine genaue Analyse des ökologischen Verhaltens zeigt, dass die Jugend in Deutschland nicht so „grün“ ist, wie sie manchmal unter dem Eindruck von aktiven Umweltbewegungen wahrgenommen wird.

Möglicher Denkfehler: das sind ggf. nicht dieselben Jugendlichen.

Rund 60 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sind demnach nach wie vor regelmäßig privat mit einem Auto unterwegs.

Was machen die 14-Jährigen privat im Auto? Joyriding?

Der Blaschke:

Müssen wir alten Säcke jetzt auch noch die Jugend antreiben? ;-)

Es durfte eher so sein, dass viele "alte Säcke" das fal... eh, nicht mehr zeitgemässe Vorbild setzen. Grosseltern hatten damals gemeinsam ein Auto, Eltern haben jeder für sich ein Auto.

Und die Jugend? Sitzt mehrheitlich lieber im Auto und kommt planmäßig an.

Nicht im Auto, sondern im Elektromobil. Dann ist Umweltbelastung eine Sache von Strommix vergrünen. Was allerdings bleibt, ist die Verblechung des Strassenbildes. Und alle meckern im Sommer, es sei so heiss.

GibmirZucker:

Meine Beobachtung ist, dass soziales Prestige eine starke Rolle spielt. D.h. je niedriger die Bindung und je rustikaler das Umfeld, desto höher das Bedürfnis, sich ein Auto zu halten.

Hier in NL spielt auch eine Rolle, dass auf der Pampa die Öffis quasi abwesend sind. Da auch immer mehr "Anlagen" (Postamt, Geschäfte, usw.) weggespart werden und/oder in die Stadt umziehen, ist die Reise zur Stadt immer öfter nötig und braucht man somit ein Auto -> Elektromobil.

Bahngenießer:

Ich denke, sehr viele Heranwachsende schätzen aber auch Bus und Bahn. Vor allem, wenn es noch am Geld fehlt!

Weil Väterchen Staat mitbezahlt. Schüler benutzen ihre Öffi-Abos, Studenten ihre Uniausweise. Aber dann kommt die Zeit, in der sie selber für ihre Mobilität bezahlen müssen. Dann ist die Wahl fürs Elektromobil leicht gemacht. Erst recht wenn die Beschaffung eines Elektromobils (via Steuervorteil?) subventioniert wird. Bequemer und schneller war das Auto schon und mit dem Elektromobil fällt auch der Umweltvorteil von Bus+Bahn weg. Zumindest bezüglich CO2-Ausstoss; nicht bezüglich Verblechung und zugehöriger Reflektion von Sonnenstrahlung.

Zur Schule ging ich damals mit dem Fahrrad. Zur Uni benutzte ich die Bahn; Vor- und Nachtransport zu Fuss. Na gut, lucky me...


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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