Jugendstudie: Auto ist noch immer mehrheitlich ein Must-It (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Montag, 22.11.2021, 22:21 (vor 11 Tagen)

Hey.

Die Studie erscheint mir seriös und nicht von monetären/wirtschaftlichen Interessen geleitet.


https://simon-schnetzer.com/blog/veroeffentlichung-jugend-in-deutschland-trendstudie-wi...

Bemerkenswert generell:

Nur eine Minderheit bringt die Kraft auf, sich der großen Herausforderung zu stellen und den eigenen Lebensstil aktiv zu verändern, obwohl sie das selbst stark befürwortet. Die große Mehrheit ist noch nicht bereit, die liebgewordenen Gewohnheiten in den Bereichen Konsum, Mobilität, Ernährung aufzugeben und wartet erst einmal auf Entscheidungshilfen durch die Politik“, ergänzt Co-Autor Klaus Hurrelmann.


Leider gilt das in gewissem Maße auch in der Verkehrspolitik:

Eine genaue Analyse des ökologischen Verhaltens zeigt, dass die Jugend in Deutschland nicht so „grün“ ist, wie sie manchmal unter dem Eindruck von aktiven Umweltbewegungen wahrgenommen wird. Rund 60% der 14- bis 29-Jährigen sind regelmäßig privat mit einem Auto unterwegs. Der Anteil der Befragten, die bereit sind, dauerhaft auf ein eigenes Auto (19%) oder auf Flugreisen (27%) zu verzichten, ist noch gering. Hoch ist dagegen der Anteil derer, die hin und wieder neue Verhaltensweisen erproben und möglicherweise auf lange Sicht bereit sind, ihr Verhalten zu verändern. „Der größte Gegenspieler von Veränderung ist die Komfortzone des Wohlfahrtstaats, in der sich die jüngere Generation nach dem Vorbild ihrer Eltern bequem eingerichtet hat. Unter diesen Umständen kann der von jungen Leuten mehrheitlich befürwortete Klimaschutz nur mit klaren Regeln und Vorgaben durch die Politik gelingen“, so Klaus Hurrelmann.


Die Tagesschau fasst es so zusammen:


https://www.tagesschau.de/inland/jugend-studie-klima-101.html

Rund 60 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sind demnach nach wie vor regelmäßig privat mit einem Auto unterwegs. Mehr als 80 Prozent können sich ein Leben ohne Auto nicht vorstellen. Nur 19 Prozent der Befragten zeigten sich bereit, dauerhaft auf ein eigenes Auto verzichten zu wollen.


Tja, hm ...

Müssen wir alten Säcke jetzt auch noch die Jugend antreiben? ;-)

Und in Züge und Busse verfrachten ... Wo doch heute soviel geboten wird! Mensch, war das zu TMT-Zeiten ein Erlebnis, einen Lokschaden mitzuerleben. Und dann bammelte man eine 110 vor die 103 und eierte so mit zunehmender Verspätung nach Stuttgart. Und im Nachbarabteil fand sich eine junge Frau, die irgendwie bei der Bshn in Stuttgart arbeitete und Ahnung hatte. Und so plauderten wir die ganze Fahrt. Und sahen uns trotzdem nie wieder; -). Heute ist jeden Tag Störung am Zug, Signalstörung, Stellwerksstörung - die reinste Erlebniswelt! Abenteuer pur. Und die Jugend? Sitzt mehrheitlich lieber im Auto und kommt planmäßig an.


Schöne Grüße von jörg


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