OT: Ideologienstreit ;-) (Allgemeines Forum)

Benjamin.Keller, Dienstag, 04.05.2010, 16:22 (vor 5934 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Benjamin.Keller, Dienstag, 04.05.2010, 16:23

Nun, da liefere ich ja allein schon durch meinen Namen hinreichend viele Beispiele^^
Ideologie-Denke mag es wohl auch bei schwarz-gelb geben.
In erster Linie ist das wohl ganz sicher von rotgrün gepachtet. Parteiteile wie "Fundis" sprechen da doch Bände...
schwarz-gelb ist eher für pragmatischere Politik bekannt.

Ach, in den letzen ein zwei Jahren habe ich mehrere Artikel, unter anderem einen sehr umfangreichen in Der Zeit gelesen, die zu belegen versuchten, dass die "neoliberale" Vorstellung von einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung je nach Ausprägung einer messianischen Heilserwartung entspricht. Ich fand diese Artikel teilweise nachvollziehbar, und glaube kaum, dass sich gerade die FDP davon freisprechen kann, ideologisch zu sein.
Den geringsten Anteil an Ideologie würde ich bei der SPD verorten, mit leichten Abstrichen bei der CDU, was sicher an ihren Rolle als offener funktionierenden "Volks"-Partein liegt.
Ob die Grünen nun das Hort der Ideologie sind würde ich arg bezweifeln. Einer Partei, die von Jamaika bis Rot/rot/grün Koalitionen eingeht, kann man nun nicht gerade ein geschlossenes (=ideologisches) Weltbild vorwerfen, maximal noch Beliebigkeit und Machtgeilheit. (Was ich hier nicht tue, aus meiner Sicht ist das in einer Demokratie so, dass man in alle Richtungen reden können muss.)

Letztlich zeigt das Beispiel von Grünen und FDP noch, dass man zwischen Leitbildern und Visionen auf der einen Seite und Ideologien unterscheiden muss. Ich finde gerade, es mangelt der deutschen Politik an solchen Leitvorstellungen. "Mehr Schienenverkehr wagen", Parteien, das will ich auf euren T-Shirts und Plakaten lesen! :-)


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