Strikte Trennung von Netz und Betrieb notwendig (Allgemeines Forum)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 07.04.2018, 12:12 (vor 2948 Tagen) @ Frecciarossa

Du musst nicht nur gefahrene Kilometer addieren, sondern auch den Verbrauch (die Emissionen) stehender Verkehre mit laufenden Motoren und städtischen Stop & Go berücksichtigen. Zudem sehe ich größere Nachteile, wenn der Regionalverkehr verspätungsanfälliger wird, nur weil man ihm bisherige Zeitpuffer nimmt statt einen ICE planmäßig (= planbar!) etwas auszubremsen. Auf lange Streckendistanz gesehen ist es fast schon egal, ob man 07:00 - 10:45 im ICE sitzt oder 07:00 - 11:00. Natürlich gibt es auch hier Anschlussbeziehungen. Aber Anschlüsse sind es ja nicht, die die Bahn bei den neu entdeckten Sprintern im Auge hat. Man will werbewirksame neue Fahrzeiten. Das ist ok, ohne passende Kapazitäten (auf Neubaustrecken) aber auch blauäugig.

Nichts ist abträglicher für den öffentlichen Schienenverkehr als eine täglich neue Umsteige-Anschluss-Lotterie wegen künstlich erzeugter Knappheit. Die erwähnten verkürzten Aufenthaltszeiten der Regiozüge kommen noch hinzu.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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