Kompromisse (Allgemeines Forum)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 20.06.2010, 10:53 (vor 5772 Tagen) @ naseweiß

Moin!

Wenn RE und IRE/IC um 30 min versetzt in Hannover fahren, dann müsste der IRE den RE spätestens in Lüneburg überholen. Zwischen Lüneburg und Hamburg würde so beide quasi gleichzeitig fahren. So wie ich es dargestellt habe, gibt es einen ungefähren 30-min-Takt. Mit dem Halt des IRE in Winsen könnte dieser exakt werden. Zwischen Hannover und Uelzen sind die Rollen beider Züge so unterschiedlich, dass die Bündelung nicht stören sollte.

Da habe ich wohl nur an die hiesige Gegend gedacht. Aktuell ist die Überholung in Uelzen (> HH) oder Suderburg/Unterlüß (> H); wegen der oben erwähnten Ausweichgleisbahnsteige ist die südwärtige in Uelzen nicht machbar. Da wäre ein schneller Halbstundentakt Hamburg - Lüneburg -- wie Du ihn konzipiert hast -- sinnvoller.

Ja, ok: Für einen wirklich sinnvollen Fahrplan müsste ich noch alle Anschlussstrecken betrachten. Die würde ich im Zweifel aber auch umgestalten.

Anhand einer etwas seltsamen Umsteigesituation in Elze (Han) habe ich mal bei DSO versucht zu beschreiben (Link), auf was man alles achten muß. Zur gleichen Problematik klaue ich mal aus einer anderen DSO-Diskussion (Link) einen Auszug:

DSO-Nutzer 614 078:

Am Sinnigsten wäre vielmehr endlich eine stündliche Verbindung gen Holzminden und somit auch in Richtung Weserbergland zu schaffen - in dem Fall wäre auch zu verschmerzen, dass im Hinblick auf ein korrektes Anschlussverhältnis mit dem metronom die Anschlüsse in Elze auf der Achse Kreiensen - Hameln aufgegeben werden müssten.

Antwort darauf von DSO-Nutzer Sören Heise:

Du hast hier ein Fahrplanproblem. Alle Anschlüsse gehen leider nicht. Wenn Du den Nullknoten in Elze hast, würde ein 30er-Knoten in Kreiensen eine Wartezeit für den Metronom bedeuten. Dieser würde ICE-Anschlüsse in Göttingen verlieren, in Holzminden wäre der Anschluß Ri. Paderborn wieder futsch.
Aus Sicht der Pendler dürfte aber der Anschluß in Elze wichtiger sein: Für die Pendler zwischen Elze und Coppenbrügge nach Hannover und für die Pendler innerhalb des Kreises Hildesheim: Hildesheim - Elze - Alfeld ist gut nachgefragt (Tip: Morgens um sieben an einem Schultag in Elze!).

Kompromiß ist hier wohl das Schlüsselwort. Es allen recht zu machen, ist nichts weiter als die Quadratur des Kreises. Und vor einem ähnlichen Problem stehen auch wir, was die Strecke Hamburg - Hannover angeht.
Da die meisten Strecken hier im Norden bereits einen Taktverkehr aufweisen, würde ich am ehesten diese Taktverkehre möglichst unverändert belassen. Gerade beim Zweistundentakt ist es sinnvoll, diesen an den Endbahnhöfen im Nullknoten zu haben, damit man nach kurzer Wendezeit zurückfahren kann (ich bin kein Freund von Zweistundentakten mit Kreuzung auf .30).

Aber dabei sollte ich mich doch lieber auf den "Raum Oberrhein" (Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Würtemberg) beschränken ;-P

Das wäre dann eine Gegend, wo ich ziemlich alt aussehe. Was ich z.B. nicht begreife, ist der leicht taktlose Fahrplan nach Neunburg (Baden), aber lassen wir das. ;-) Der niedersächsische Taktfahrplan verwöhnt mich (täglich die gleichen Minuten, bloß manchmal nicht alle. Wie in der Schweiz, nur nicht immer so oft).

Das wird in der verlinkten Artikel von Bahnreport schön dargelegt. Die zu langsame RB behindert den Güterverkehr interessanterweise noch am meisten.

Danke, ich wußte gar nicht, daß der online ist. Das wundert mich nicht, der RE kommt auf eine ungefähre Durchschnittsgeschwindigkeit wie ein schnellerer Güterzug.
Aber wenn irgendwann einmal die Y-Trasse fertig sein sollte, würden die ICEs wegfallen und damit einige der hier angesprochenen Probleme.

Viele Grüße, Sören


PS @Moderatoren: Ich vermisse einen unterstrichen-Knopf rechts. Wäre das bei Gelegenheit machbar? ;-)

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Verstehen Sie Bahnhof!
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