Hamburg (Allgemeines Forum)

naseweiß, Samstag, 19.06.2010, 15:56 (vor 5774 Tagen) @ Sören Heise

Auch wenn heute differenziert wird, denke ich, dass mein Konzept etwa die gleiche Qualität, eben durch eine etwas andere Umsetzung, bietet.


Du willst also den Fahrplan vereinheitlichen. Ich habe die restlichen Diskussionen nicht genau verflogt (ehrlich gesagt, viele Beiträge waren recht lang ;-), weiß daher nicht, ob Du generell nur zwei Zuggattungen auf einer Strecke zwischen zwei Ballungsräumen willst.

Nicht unbedingt, hängt vom Einzelfall ab. Vor allem wollte ich IC dort ersetzen, wo sie IR-Nachfolger sind und ein dichterer Takt von RE mit ITF-ähnlicher Umsetzung vorteilhafter wäre.

Zusätzlich zum zweistündlichen IC verkehren Verstärker, v.a. im Berufsverkehr. Gerade auf den Relationen H - UE/LG und UE - HH ist die Bahn dank fehlender direkter Autobahn - denke ich - gut im Geschäft. Ich weiß nicht, ob sich die vielen Pendler über längere Fahrzeiten freuen würden, wenn sie RE statt IC fahren müßten. Rein subjektiv möchte ich ergänzen, daß ein Zug mit wenigen Halten als schneller empfunden wird als einer mit vielen, auch wenn der Unterschied klein ist.

Das stimmt, gerade die HVZ-Verstärker sind die Würze in der Suppe, da sie zeigen, welche Kapazität und welches Angebot insgesamt notwendig ist.

Du möchtest gerne einen einheitlichen Takt für die größeren Stationen dadurch realisieren, daß kein Zug alle Stationen anfährt. Das ist für mich nich tragbar. Es sind nicht die am stärksten nachgefragten Verbindungen, aber solche Reisen sollten (zumindest mit kurzen Umstiegen) machbar sein. Von daher wäre ich für zwei Zuggattungen neben dem ICE.

Das verstehe ich nicht ganz. Welche Reisen sind nicht machbar? Die Reisen von den größeren Halten sind im 30-min-Takt machbar, die von den kleinere nur im 60-min-Takt. Problematisch einzig: Verbindungen kleiner Stationen untereinader fallen weg, im dem Beispiel etwa die der Nachbarorte Eschede und Unterlüß/Suderburg.

Ein Stärken/Schwächen in Lüneburg wäre mit entsprechenden signaltechnischen Ausbauten möglich, aber: In Lüneburg fahren die Fernzüge Ri. Süden am Hausbahnsteig. Eine Überholung der südwärts fahrenden Züge mit Bahnsteighalt wäre prinzipiell nur mit zweimaligem Kreuzen des Gegengleises möglich, scheidet also aus. Ich fahre dort nicht in der HVZ, vom Fahrgastaufkommen außerhalb dieser her wäre Lüneburg aber für Stärken und Schwächen geeignet (das mag anders aussehen, wenn der HVV bis Uelzen ausgeweit wäre). In Uelzen und Celle hingegen wäre eine Überholung am Bahnsteig möglich.

Denke, auf 8-Wagen-Züge wird nur in der HVZ gestärkt, sonst fahren die 5-Wagen-Züge von Hamburg bis Göttingen durch.

Fahrzeugmäßig sind die Wagenzüge für die nächsten Jahre fest, die sind erst etwa sieben Jahre alt.

Daran soll nichts scheitern, die können auch woanders eingesetzt werden. Die Jahre bis zur nächsten Ausschreibung sind schnell vorbei.

Du möchtest ferner vier unterschiedliche Zweistundentakte zwischen Hannover und Hamburg. Dies sehe ich kritisch. Wenn Du dadurch um jeden Preis einen Halbstundentakt erzwingen möchtest, gut. Ich bevorzuge ein anderes Modell, wie ich schon schrieb.

Ja, lassen wird das.

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Zum Umsteige-Knoten Hamburg:

Es war die Idee einerseits einen RE Frankfurt-Hannover und anderseits einen RE Hannover-??? (auf jeden Fall in Hamburg durchgebunden) zu haben. Für Hamburg selbst würde ich sagen, dass die IC aus Bremen um 10'/40', ICE/IC aus Berlin um 13'/43' (ICE 60-min-Takt, IC 120-min-Takt) und die ICE aus Hannover um 16'/46', also im 30-min-Takt jeweils etwa gleichzeitig ankommen. Danach würden dann die Anschluss-REs Richtung Westerland, Flensburg, Kiel und Lübeck abfahren, aber auch in etwas größeren Abstand die (zurück) nach Rostock, Cuxhaven, Bremen und Hannover.


Stop. Hamburg Hbf hat acht Bahnsteiggleise. Durch die Taktzeiten benötigst Du vier davon für die Fernzüge, wobei mir das für die Zugfolge auf der Verbindungsbahn unrealistisch erscheint. Die REs bekommst Du gleichzeitig nicht an die Bahnsteige, das geht einfach nicht. Ferner würde ich behaupten, daß die Mehrzahl (auch der Fernreisenden) Hamburg als Ziel hat, so daß kurze Anschlüsse nicht die Hauptrolle spielen.

Wenn man die zweistündlichen IC aus Berlin, die es für Wittenberge, Ludwigslust und Büchen gibt (für Hamburg-Berlin ICE-Stundentakt) an einem halben Bahnsteig enden lässt, käme man mit 3 Durchgangsgleisen, z.B. 8, 11 und 14 aus. Blieben also insgesamt 10 halbe Bahnsteige, bzw. ohne die beiden Fernzüge nach Berlin und Kopenhagen 8-9 (je nach dem, ob sie zur gleichen Zeit in Hamburg sind oder zu unterschiedlichen) für halbstündliche Regionallinien. Dadurch, dass die RE aus Hannover außerhalb des Knotens über Gleis 11 und 14 durchgebunden werden, wären es also noch weniger Regionalzüge pro Knoten, die sich auf die 8 halben Bahnsteige verteilen müssen. Das sollte doch machbar sein.

Wieviele (halb-)stündliche Regionalverbindungen gibt es denn zur HVZ ab Hamburg?

Ein Ausbau des Dammtorbahnhofs scheitert an Platzmangel. Eine Auslassung halte ich für unglücklich (Messe, Nahverkehr). Planungen für eine Verlegung des Bahnhofs sind mir neu. Es soll der Kopfbahnhof Altona durch einen neuen Durchgangsbahnhof in der Pampa ersetzt werden.

Stimmt, ich erinnere. Grundsätzlich müsste es aber so sein: Wegen des Halts in Dammtor kann nur etwa alle 6 min (?) ein Zug über die Verbindungsbahn fahren, ohne ihn oder wenn er viergleisig wäre könnte alle 3 min ein Zug fahrplanmäßig drüber rollen. Die Kapazität wird also halbiert. So könnten auch noch Züge nach Altona durchgebunden werden, bzw. mehr nach Norden schon ab Hbf fahren.

Wenn alle Deine Züge gleichzeitig im Bahnhof sein sollen...
Was das Kopfmachen angeht, so kann man auch von Büchen kommend in HH-Rothenburgsort Rop rüber auf die Pfeilerbahn fahren und kommt dann auf den Gleisen 11 bis 14 an.

Ok, interessant!

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Das Bombardement mit halb-ausgegorenen Fahrplanskizzen geht weiter ... :D
Rechts: RE-30-min-Takt mit alternierenden, kleinen Halten (= mein Vorschlag),
links: 60-min-Takte von RE und IC-Nachfolger IRE (= @Sören: Ok?).

[image]

Der 00/30er-Knoten Lüneburg klappt bei mir durch die Beschleunigung so langsam auch nicht mehr. Immerhin, die RB kommt auch bei nur zwei Gleisen ohne Überholung aus.

Beim anderen Vorschlag würde die RB wieder überholt werden, vielleicht bei drei Gleisen auch fliegend. 00/30er-Knoten Lüneburg klappt sogar besser als bei meinem Vorschlag, Uelzen würde zum verzogener 15/45er-Knoten. IRE und RE könnten zwischen Lüneburg und Hamburg im reinen 30-min-Takt verkehren, dann hielte der IRE noch in Winsen.

Dachte eigentlich, das dritte Gleis sei primär für den Güterverkehr. Aber zwischen Hanau-Wolfgang und Hailer-Meerholz wird das dritte Gleis auch für die stündliche, zur HVZ etwa halbstündliche RB genutzt.

Gruß, naseweiß


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