Fernverkehr: Bund oder Länder? (Allgemeines Forum)

naseweiß, Mittwoch, 16.06.2010, 12:08 (vor 5781 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich meine schon Mittelstreckeverkehr, nicht Fernverkehr. Es geht nicht darum den Fernverkehr staatlich festzulegen, sondern, wie ICE-T-Fan schon sagte, den IR-Rest-Verkehr in Form von IC endlich durch etwas Neues zu ersetzen.

Beispiel Main-Weser-Bahn Frankfurt-Gießen-Kassel:
IC und RE fuhren bisher im fast exakten Stundentakt, der RE hat zwischen Marburg und Kassel wenige Halte mehr. Darauf war der gesamte Nahverkehr abgestimmt. Jetzt wurde der IC um ein halbe Stunde versetzt, da er zwischen Hannover und Göttingen auf die SFS gewechselt ist, und das ganze komplexe Gefüge des Nahverkehrs ist gestört. Da geht es nicht nur darum, dass es nun zwischen Frankfurt und Kassel einen 30/90-Takt aus IC/RE gibt. Wie weit der Unmut der Fahrgäste geht, sieht man hier: Main-Weser-Bahn-im-Takt.

Es ist Unsinn, dass zwei gleich schnelle Züge verkehren, aber nur mit verschiedenen Fahrkarten zu benutzen sind. Es ist Unsinn, dass sie nicht aufeinander und den übrigen Regionalverkehr abgestimmt sind. Sicher, dieser IC ist im Gegensatz zu anderen hier benannten (z.B. Dortmund-Erfurt, Münster-Emden, Berlin-Rügen) von der Einstellung weit entfernt. Auch werden sich Gießen und Marburg beschweren, wenn man ihnen ihren IC wegnimmt. Dennoch würde ich sagen: Den IC mit den vielen RE zusammenlegen zu einem neuen Mittelstreckeprodukt. Das könnte eine Linie von (Rügen-)Hamburg/Essen (Essen über Siegen) bis Karlsruhe/Stuttgart (-Bodensee) sein, es könnte aber auch nur von Essen/Kassel bis Frankfurt gehen. Ich denke, dass eine Art Endlos-Durchbindung nicht das wichtigste ist, es reicht die nächsten Fernverkehrsknoten zu erreichen. Das wichtigste ist der Stundentakt und die Abstimmung auf alle Anschlüsse, auch zur Not mittels Neugestaltung des Fahrplans auf vielen Anschlussstrecken.


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