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Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 17.06.2010, 17:48 (vor 5786 Tagen) @ naseweiß

Die Trennung von Fern- und Nahverkehr soll wegen mir ruhig gestärkt werden, der Fernverkehr wird auf die HGV- und Hauptachsen (min. stündlicher Verkehr) zurückgedrängt.

Jein.

Ja: der Fernverkehr soll taktmäßig nur auf Hauptachsen stattfinden.
Nein: die politische Lage Deutschlands macht Einzelstücke erforderlich, damit die Lokalbehörden nach wie vor sagen können: "in unserer Stadt hält der ICE!" (wenn auch z.B. nur 1 Zugpaar pro Woche)

Unter IRX oder auch IRE stelle ich mir einen besseren Eilzug/RE vor, ein Nahverkehrsprodukt eben. So ein Zug würde im Falle der hier erwähnten Nord-Süd-Route maximal von Frankfurt bis Hannover verkehren.

Und dann wohl Kassel-Hannover via Altstrecke mit Anbindung von z.B. Northeim, Kreiensen und Alfeld.
Dann werden Gießen und Marburg also ihre direkten Schnellverbindungen mit Hamburg und Hannover verlieren.

Das soll an sich nicht schlimm sein; von Driebergen-Zeist (Wabern) nach Den Haag (Hannover) muss man bei uns auch zuerst mit der S-Bahn (dem Mittelstreckenverkehr) nach Utrecht (Kassel) reisen und dort auf den IC (den Fernverkehr) umsteigen.

Im Norden von Hannover könnte es dann bis Flensburg(-Aarhus) oder Rügen weitergehen.

Schon gut (denn ein Mittelstreckenzug kann dann auf HH-H 200 km/h fahren), aber...

Im Süden von Frankfurt über Karlsruhe oder Stuttgart bis zum Bodensee.

...dann landest Du Richtung Stuttgart auf eine Rennbahn, und behinderst Du die Fernzüge. Zumindest, ich nehme mal an, Du hast nicht etwa die Strecke via Heilbronn im Gedanken.

Interessant ist, dass bei uns in NL keine Regionalbahnen zwischen Weert und Roermond verkehren. Zwischen beiden Städten verkehren nur "IC"s (es gibt auch keine weiteren Zwischenbahnhöfen).
Es gab mal die Überlegung, Weert vom IC-Netz abzukuppeln, die RB 62 Eindhoven-Weert nach Roermond zu verlängern und Roermond als 00/30-Knoten zu gestalten. Dies hatte aber fehlgeschlagen, weil man Eindhoven-Venlo und Venlo-Roermond nicht auf 30 Minuten Kantenzeit bringen konnte.

Einzig dort, wo es keinen parallelen Fernverkehr gibt, wären fernverkehrsähnliche Laufwege denkbar, z.B. eben die MDV: Ruhrgebiet - Paderborn - Kassel - Erfurt - Jena - Chemnitz - Dresden

Wenn man den Fernverkehr auf H-KS in Halbstundentakt anbietet und auf 60 Minuten bringt und der IRx (via Altstrecke) auf 90 oder 120 Minuten (weiß nicht ob das geht), würden Städte wie Kreiensen, Northeim und Alfeld enorm profitieren können.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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