Sinn und Unsinn von Umsteigezeiten (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

Hustensaft, Dienstag, 06.04.2021, 08:09 (vor 6 Tagen) @ keksi

Mit Kinderwagen eh nicht wirklich zu schaffen. Meistens fährt der Zug bis ganz nach vorne. Dann musst du mit dem Kinderwagen zum Fahrstuhl...Auf Gleis 2/3 musst du dann erstmal zum Ersatzfahrstuhl. Und dann noch den richtigen Platz im Steuerwagen suchen. Das wird auch wenn de pünktlich bist, ein sehr knapper Umstieg...Am besten ne andere Verbindung gleich raussuchen:-)

Womit Du das eigentliche Problem beschreibst: Einheitliche Umsteigezeiten sind ohnehin unsinnig. An Bahnhöfen, die ich gut kenne, weiß ich, wo welche Treppe ist, wo welcher Wagen hält etc., da kann ich sehr viel schneller umsteigen als das bahnseitig vorgesehen ist, muss unter Umständen aber sogar einen Zug abfahren lassen, den ich problemlos bekommen hätte, während der ortsunkundige Rollifahrer oder eben Menschen mit viel Gepäck, Kinderwagen, kleinen Kindern, sportlich untrainierte etc. womöglich selbst mit den vorgegebenen Zeiten nicht klar kommen - und machen wir uns nichts vor, die Option, die Umsteigezeit länger einzustellen, ist wenig bekannt und ob die angesichts einer möglichen erheblichen Reisezeitverlängerung genutzt wird, darf zudem angezweifelt werden.

Von daher wäre es weit sinnvoller, gäbe man den Fahrgästen die Möglichkeit, selbstverständlich in gewissem Rahmen, die Umsteigezeiten selbst vorzugeben, zumindest aber keine Bahnhofsvorgabe zu machen, sondern Faktoren wie den bahnsteiggleichen Umstieg einzubeziehen. Ich erinnere mich an eine Diskussion auf community.bahn.de über die Umsteigezeit in Fulda, die bahnseitig auch recht hoch angesetzt ist - bahnsteiggleich reichen da definitiv zwei Minuten, zu den 30er-Gleisen kann selbst der vorgegebene Wert eng werden, allemal, wenn man nicht ortskundig ist (und Ortskenntnisse sind bekanntlich auch auf Bahnhöfen wie München Hbf oder Osnabrück sehr hilfreich).


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